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Sozialausschuss

Streetwork in Hockenheim: DRK und Stadt ziehen an einem Strang

Die Situation der Obdachlosen hat sich in Hockenheim durch intensive Betreuung und neues Wohnumfeld im Auchtergrund kontinuierlich verbessert.

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zg
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Zufriedene Partner: Markus Unterländer (v. l.), Oberbürgermeister Marcus Zeitler, Christiane Springer und Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg. © Stadt

Hockenheim. Wie eng abgestimmt die Zusammenarbeit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Kreisverband Mannheim mit der Stadtverwaltung Hockenheim ist, zeigte sich bei der aktuellen Sitzung des Sozialausschusses. Aus aktuellem Anlass gaben die Verantwortlichen des DRK während der Sitzung einen Rückblick auf deren Engagement im Bereich Streetwork und der Wohnungslosenarbeit im Jahr 2021. Gleichzeitig gewährten sie einen Ausblick auf die neue Ära im Quartier Auchtergrund.

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Seit zirka acht Wochen ersetzt die neue Wohnungslosenunterkunft mit 30 Plätzen die bisherige Unterbringung im Hofweg. Zusätzlich sorgen Beratungsräume und ein Tagestreff für strukturgebende und inklusive Angebote im Quartier.

Der Rückblick des DRK auf das Jahr 2021 zeigt, wie komplex und vielschichtig sich die Problematik von wohnungslosen Menschen auf ihre Situation auswirkt. Aufzuzählen sind hier Eigenbedarfskündigungen der Vermieter, Mietschulden, Umsetzung von Geflüchteten aus anderen Unterkünften, Jobverlust, Todesfälle oder Krankheiten von Familienmitgliedern und damit verbundene unstemmbare Mietkosten.

Bedarfsorientierte Beratungen

Insgesamt 21 Menschen mit durchmischtem Alters- und Migrationshintergrund lebten vergangenes Jahr in der Unterkunft im Hofweg, die Mehrzahl davon schon mehr als drei Jahre. Durchschnittlich zehn bis 20 individuelle und bedarfsorientierte Beratungen pro Woche wurden durch Simon Massoth, den Sozialarbeiter des DRK durchgeführt. Der Schwerpunkt war hier die Vermittlung von Arbeit und Wohnraum, stets mit Einbezug lokaler Kooperations- und Netzwerkpartnern wie der Arbeitsagentur, gesetzlichen Betreuenden oder Maßnahmen- und Bildungsträgern.

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„Die Arbeit mit unseren Klienten, die oftmals seit Jahren keinen eigenen, festen Wohnsitz haben und sich in prekären Situationen befinden, ist herausfordernd und anspruchsvoll, jedoch zeigen sich regelmäßig auch Erfolge in unserer ganzheitlichen Beratung und Betreuung“, berichtet Markus Unterländer, Leiter des DRK-Quartiers Auchtergrund mit Blick auf die bereits erfolgten Maßnahmen. Im vergangenen Jahr konnten zwei Personen in eine Vollzeitstelle und zwei weitere in eine Teilzeitstelle vermittelt werden, ebenso konnten sieben obdachlose Menschen in eigene Wohnungen ziehen. Desgleichen engagiert arbeitete das Rote Kreuz im Bereich der aufsuchenden Kinder- Jugendsozialarbeit in Hockenheim.

Dauerhaft und zuverlässig war hier Andreas Ledderhose als Streetworker aktiv und konnte erfolgreich in Konfliktsituationen vermitteln, tragfähige Beziehungen zu den jungen Menschen aufbauen, Einzelfallhilfe leisten oder Deeskalationsstrategien entwickeln und anwenden.

„Die 2021 pandemiebedingt ausgefallenen Präsenzveranstaltungen und strukturgebenden Angebote werden nun in den freundlichen und modernen Räumlichkeiten des DRK-Quartiers Auchtergrund nachgeholt und intensiviert“, berichtet Christiane Springer, Geschäftsführerin des DRK. Hier fanden in den vergangenen Wochen bereits die ersten Veranstaltungen und Termine im Bereich Arbeitsmarkt und Zeitmanagement statt.

Angebot wird angenommen

Das aktuelle Feedback nach dem herausfordernden Einzug in die Wohnungslosenunterkunft im Auchtergrund fiel seitens des DRK ebenfalls sehr positiv aus. Das gemütliche und moderne Wohnumfeld sowie die engmaschige und ganzheitliche Betreuung und Begleitung in der Unterkunft werden sehr gut und dankbar angenommen.

Oberbürgermeister Marcus Zeitler betonte am Ende des Rück- und Ausblickes: „Wir als Kommune sehen, wie wichtig es ist, wohnungslose Menschen in Hockenheim zu unterstützen und stehen voll und ganz hinter diesem Thema. Mit den neuen Einrichtungen und Angeboten im Auchtergrund sind wir auf dem richtigen Weg.“ 

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