Gesundheitsamt - Für Infizierte mit Coronavirus-Varianten Verlängerte Quarantäne

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zg
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Kreis. Gleich nachdem im Rhein-Neckar-Kreis erste Varianten des Coronavirus nachgewiesen worden waren, habe das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, für positiv getestete Personen, die mit einer Variante des Coronavirus infiziert sind, die Quarantänezeit von 10 auf 14 Tage erhöht, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Gleiches gelte für Kontaktpersonen der Kategorie 1. Diese seien zudem verpflichtet, am siebten Tag ihrer Quarantäne, sich mittels PCR-Test auf eine Infektion mit dem Virus testen zu lassen.

„Für diese und andere Virusvari-anten gilt, dass sich der Schweregrad der Erkrankung und die Übertragbarkeit im Vergleich zum normalen Coronavirus möglicherweise verändern können. Weiterhin besteht das Risiko, dass die Wirksamkeit der aktuell verwendeten Impfstoffe gegen die neuen Varianten abnimmt, weil die durch die Impfung gebildeten neutralisierenden Antikörper gegen das veränderte Virus schlechter schützen. Diese Phänomene werden derzeit in zahlreichen wissenschaftlichen Studien weiter untersucht“, erklärt der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Andreas Welker, die neuen Maßnahmen, über die Betroffene in ihren Bescheiden informiert werden.

Über 100 Fälle bekannt

Dem Gesundheitsamt sind schon über 100 positiv auf SARS-CoV-2 getestete Fälle bekannt, bei denen Varianten festgestellt wurden. Die Fälle verteilen sich auf verschiedene Kommunen im Rhein-Neckar-Kreis unddie Stadt Heidelberg. In 21 Fällen wurde dabei die sogenannte südafrikanische Variante und in 21 Fällen die britische Variante des Coronavirus detektiert. Bei den restlichen Fällen steht der Nachweis, um welche Virusvariante es sich konkret handelt, noch aus.

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Die Dynamik der Verbreitung von SARS-CoV-2-Virusvarianten wird durch das Robert Koch-Institut (RKI) in einigen Staaten als besorgniserregend eingestuft. Die baden-württembergische Landesregierung hatte angekündigt, künftig die Proben aller positiven Corona-Tests auf Varianten untersuchen lassen. Dafür sollen die Testlabore laut dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg positive Proben künftig an die Labore der Universitätsklinika des Landes weiterleiten. zg