Nachruf - Hans Christ im Alter von 81 Jahren verstorben Vielseitig für die Stadt aktiv

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mm/Archivbild: Oechsler
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Mit Hans Christ hat Hockenheim einen vielfältig engagierten Ehrenämtler und von großer Freundlichkeit geprägten Mitbürger verloren. Der langjährige zweite Vorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte, der am 15. April im Alter von 81 Jahren gestorben ist, hat vor allem dem Tabakmuseum großen Einsatz gewidmet, war bei der Evangelischen Kirche aktiv und unterstützte zahlreiche Vereine.

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Werner Zimmermann, Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte, würdigte die unermüdliche Hilfsbereitschaft des Verstorbenen: „Es gab bei ihm nie ein Nein.“ Von 1997 bis 2017 wirkte Hans Christ als zweiter Vorsitzender. Das 1984 eröffnete Tabakmuseum lag ihm besonders am Herzen, von 1999 bis 2013 betreute er es und informierte die Besucher, um ihnen ein Stück Heimatgeschichte zu vermitteln.

Große Kenntnis über Heimat

Den Umzug in die Zehntscheune betrachtete Christ als Gewinn für die Einrichtung. Dabei war der gelernte Schlosser mit seinem handwerklichen Geschick für den Verein „Gold wert“, beschreibt es Stefan Kalbfuss, der bei der Stadtverwaltung lange für die Kultur zuständig war und mit Hans Christ und dem Museum zu tun hatte. Als Ur-Hockenheimer hatte dieser nicht nur zum Tabakanbau, sondern auch zu vielen anderen Themen und Menschen viel zu berichten. Nach seinem Ausscheiden übernahm er immer wieder gerne Vertretungsdienste.

Der vielseitig interessierte pensionierte Bahnbeamte bestimmte von 1977 bis 2007 als Kirchengemeinderat die Geschicke der Evangelischen Kirchengemeinde mit, gab zahlreiche Impulse. Über 50 Jahre gehörte Christ der CDU an und übernahm als Gemeinderatskandidat politische Verantwortung. mm/Archivbild: Oechsler