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Bundestagswahl - Kandidat Jonas Fritsch fordert vom CDU-Abgeordneten Gutting mehr Glaubwürdigkeit

Weniger „Melonen-Vergleiche“

Von 
zg
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Zu einem Beitrag über den Bundestagsabgeordneten Olav Gutting (CDU) im ZDF Magazin Royal nimmt der parteilose Kandidat für die Bundestagswahl, Jonas Fritsch aus Hockenheim, in einer Pressemitteilung Stellung. „Erneut spielte der Beitrag auf die Aserbaidschan-Affäre an, bei dem trotz fragwürdiger Aussagen seitens Guttings ihm nichts Handfestes nachgewiesen werden konnte. Dies musste auch bereits von der SPD- Kandidatin Yildirim im Frühjahr festgestellt werden, die diese Thematik bereits vor einigen Monaten aufgebracht hatte“, sagt Fritsch.

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Die Kritik von Moderator Jan Böhmermanns habe in erster Linie aber der Löschung des Themas aus seinem Wikipedia-Artikel gegolten. „Bei Wikipedia kann bekanntlich jeder zu einem beliebigen Thema etwas beitragen. Da bedarf es nämlich keiner Referenz oder Expertise, weshalb man eigentlich wissen sollte, dass Wikipedia keine verlässliche Quelle ist“, erklärt der 23-jährige Fritsch. Genau darauf habe auch die Sendung Böhmermanns abgezielt: Politische Manipulation über die frei zugängliche und deshalb dennoch oft genutzte Online-Enzyklopädie. Gutting habe nämlich selbst den Abschnitt zu Aserbeidschan und seine Verwicklungen darin gelöscht. „Ich will ihm da nichts unterstellen, da ja trotz fragwürdiger Formulierungen und außer bei einem schlecht aufgenommenen Selfie keine wirkliche Nähe zum Regime in Aserbaidschan nachgewiesen ist. Dann glaube ich das auch. Allerdings zeigt es schon eine gewisse Unfähigkeit und Unwissenheit auf, Kritik zu seiner Person selbst zu löschen und seine eigene Webseite als Quelle anzugeben.“

Amateurhaftes Video

Das eigentliche Highlight sei jedoch die Vorstellung des Abgeordneten gewesen. In der Sendung wurde nämlich ein Video eingeblendet, das Gutting für die Kandidatur für den CDU-Vorstand aufgenommen hatte. Darin vergleicht er die Grünen mit einer Wassermelone, da diese „außen grün, aber innen rot“ seien. Dabei hält er eine große Melone in die Kamera. „Das amateurhafte und zum Fremdschämen einladende Video war wohl mit ein Grund, warum er überhaupt Teil der Sendung wurde. Generell war das kein gutes Licht, in das unser Wahlkreis da gerückt wurde. Das will ich in Zukunft besser machen, zum einen mit wirklicher Transparenz und Distanz zu autoritären Regimen aber auch durch digitale Medienkompetenz und ohne Vergleiche zu Obst oder Gemüse“, sagt Fritsch.

Für ihn ist klar: „Deutschland und alle politischen Kräfte müssen klarer Stellung beziehen und auf der internationalen Ebene europäischen Werte und Prinzipien bewahren. Kleinlaut mangelnde Pressefreiheit anprangern oder flüsternd die Einhaltung von Menschenrechten einfordern, damit niemand verärgert wird und weiter das Gas fließt oder unsere Autos verkauft werden, kann keine Option sein. Dazu gehört eben auch: Keine Selfies mit autoritären Kräften.“ Des Weiteren fordert er mehr nationale Koordination beim Thema Schulen und eine Orientierung des Lernplans an der Realität.

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„Es bedarf zum Beispiel mehr Aufklärung im Umgang mit dem Internet, wozu er auch das Erkennen von verlässlichen Quellen zählt. Dazu gehöre Wikipedia eben nicht. Schulabgänger jeglicher Art, sollten die Grundlegenden Fähigkeit zu Soft-und Hardware beigebracht bekommen haben und sich in der digitalen Welt zurechtfinden können. In einer modernen Welt braucht es auch einen modernen Lernplan. Und ansprechende Videoinhalte kreieren können, gehört mittlerweile genauso dazu wie ein aufregender Aufsatz zu schreiben. Das dies in der bisherigen Politik nicht angekommen ist, kann man ja deutlich sehen“, heißt es abschließend. zg

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