AdUnit Billboard
Klasse Kids

Wer gab der Zeitungsente ihren Namen?

Die beiden vierten Klassen der Hubäckerschule haben viele knifflige Fragen an den Redakteur. Nach zwei Wochen täglicher Zeitungslektüre sind die Schüler auch gut gerüstet für das Gespräch.

Von 
Matthias Mühleisen
Lesedauer: 
Jede Menge Wissen im Begleitheft zum „Klasse Kids“-Programm gesammelt: Die Klasse 4 a der Hubäckerschule hat sich mit Lehrerin Sonja Eichelberger (hinten rechts) gut auf den Besuch von Redakteur Matthias Mühleisen (Mitte) vorbereitet, der hier gerade erklärt, wie wichtig ein großes Bild für die Optik der Zeitungsseite ist. © Lenhardt

Hockenheim. Tiere sind als Zeitungsthema eine sichere Bank, heißt es in Redaktionskreisen: Ihr Schicksal stößt regelmäßig auf großes Interesse bei den Lesern. Kein Wunder also, dass beim Redakteursbesuch bei den vierten Klassen der Hubäckerschule auch eines in der Fragerunde auftaucht. Allerdings ein ganz spezielles, das sich tunlichst rar machen sollte: die Zeitungsente. Wie eine Fehlinformation zu diesem Namen gekommen ist, war eines von vielen Themen, über das die Schülerinnen und Schüler mehr erfahren wollten.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Die Antwort darauf ist allerdings gar nicht so einfach. Ein Erklärungsansatz meint, der Begriff gehe auf die französische Sprache zurück, in der „Enten geben“ für Lügen erzählen steht. Ein anderer stammt aus der lateinischen Sprache, in der „non testatum“ bedeutet, dass es für eine Geschichte keine Belege durch Zeugen gibt. Die Abkürzung n.t. klingt wie das Wort Ente. Bei aller Offenheit für sonstige Tiere gilt aber in der Redaktion: Diese Art von Enten ist alles andere als willkommen.

Eine ähnlich knifflige Aufgabe hatten sich die Viertklässler mit der Frage ausgedacht, wer denn die Zeitung eigentlich erfunden habe. Das Wort Zeitung gibt es schon seit etwa dem Jahr 1300, damals hieß es „zidunge“ und stand allgemein für eine Nachricht. Angeblich soll die erste Tageszeitung ab Juli 1650 in Leipzig erschienen sein: „Einkommende Zeitungen“ hieß sie.

Bis 23 Uhr kann bearbeitet werden

Mehr zum Thema

Klasse Kids

„Was bedeutet denn Pressefreiheit?“

Veröffentlicht
Von
Janina Hardung und Lukas Heylmann
Mehr erfahren
Klasse Kids

Wer macht eigentlich die Zeitungsfotos?

Veröffentlicht
Von
Volontär Lukas Heylmann, Jungredakteurin Catharina Zelt
Mehr erfahren
Klasse Kids

Schwetzinger Redakteur stellt sich Fragen der Schüler

Veröffentlicht
Von
Andreas Lin
Mehr erfahren

Doch die Neugier der jungen Zeitungsleser, die sich mit ihren Lehrerinnen Stefanie Bauer und Sonja Eichelberger zwei Wochen lang täglich mit den Ausgaben der Hockenheimer Tageszeitung beschäftigt haben, richtete sich auch auf einfachere Themen. Zum Beispiel, wann die Ausgabe fertig sein muss. Hier hat sich durch die Digitalisierung etwas geändert: Zwar können die Seiten für die Druckversion noch bis 23 Uhr problemlos bearbeitet werden. Doch inzwischen gibt es auch die Vorabendausgabe für Smartphone, Tablet oder iPad – und alles, was dort erscheinen soll, muss um 19.30 Uhr fertig sein.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Wie viele andere Klasse-Kids-Teilnehmer interessierten sich die Hubäckerschüler auch für die Frage, woher die Zeitung die Bilder von Ereignissen in anderen Teilen der Welt erhält, wer die Fernsehseite erstellt und wie die Wettervorhersage ins Blatt kommt. Die Antwort darauf wie auf vieles andere: Teamwork. Jede Ausgabe ist das Produkt einer Zusammenarbeit vieler Beteiligter: Korrespondenten und Fotografen, Agenturen und Dienste liefern den Redaktionen zu. Das gilt auch für die Lokalseiten, die in Hockenheim entstehen: Nur durch die Beiträge von freien Mitarbeitern, aber auch von Pressestellen und Öffentlichkeitsbeauftragten von Vereinen kann das ganze Geschehen in der Stadt abgebildet werden.

Wie lange es dauert, eine Zeitung in der Druckerei herzustellen, zählt ebenfalls zu den beliebtesten Fragen der Kinder. Für ein einzelnes Exemplar bräuchte man da schon die besten Kopfrechner, denn die Druckmaschine schafft pro Minute 500 Stück.

Jeden Tag neue Themen

Einfacher fällt da die Antwort auf die Frage, was Redakteuren an ihrem Beruf gefällt: Es ist die Abwechslung, sich täglich mit neuen Themen befassen zu können und immer wieder mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Dafür ist die Reisetätigkeit ins Ausland im Lokalressort eher begrenzt. Ein Viertklässler möchte wissen, ob die Redaktion auch manchmal Probleme mit der Autokorrektur hat wie er, wenn er auf seinem Smartphone schreibt. Auf diese Funktion verzichten wir, die Rechtschreibprüfung verändert nichts ohne Zustimmung und die meisten Fehler finden Kollegen oder Korrekturleser besser.

Ein nettes Angebot gab’s in der 4 b für den Fall, dass mal ein Bericht aus dem Ausland übersetzt werden müsste: Für Spanisch, Polnisch, Italienisch oder auch Russisch ist schon mal gesorgt. Danke, gut zu wissen!

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Redaktion Redakteur im Bereich Hockenheim und Umland sowie Speyer

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1