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Kindergarten St. Maria

Zwei Berufsleben den Bären gewidmet

Bewegender Abschied für die Erzieherinnen Jane Kirrmaier und Judith Bauernfeind nach 43 und 34 Jahren in der Einrichtung

Von 
zg/sbe
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Viele Geschenke und noch mehr Dank und Anerkennung zum Abschied: Jane Kirrmaier (l.) und Judith Bauernfeind sind auch am letzten Tag von Kindern umringt. © St. Maria

Hockenheim. Pünktlich zum Beginn der Sommerferien verabschiedeten sich am Freitag zwei langjährige Erzieherinnen aus dem katholischen Kindergarten St. Maria in den Ruhestand. Jane Kirrmaier und Judith Bauernfeind aus der Bärengruppe gingen am letzten Kindergartentag nicht nur in die Ferien, sondern wie es die Kindern nannten, in die „Ferien für immer“ – in die Rente.

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Seit über vier Jahrzehnten, genauer gesagt seit 43 Jahren, war Jane Kirrmaier als Erzieherin im katholischen Kindergarten St. Maria tätig gewesen. Am 1. September 1979 war ihr erster Arbeitstag in der Bärengruppe. Den Bären ist sie tatsächlich bis zu ihrem letzten Arbeitstag treu geblieben.

Ab dem Jahr 1988 wurde sie tatkräftig von ihrer Erzieherkollegin Judith Bauernfeind unterstützt. 34 gemeinsame Jahre lang waren die beiden nicht aus der Bärengruppe wegzudenken. In dieser langen Zeit waren sie tagtäglich für ihre 25 „Bärenkinder“ da. Egal, ob ein Schuh zu binden war, ein Pflaster aufgeklebt oder Tränen getrocknet werden mussten – die beiden waren immer zur Stelle. Mit liebevollen Worten, einem gemütlichen Schoß zum Sitzen und Kuscheln sowie mit ihrem herzlichen Lachen schafften sie es, jedem Kind mit seinen unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen über viele Jahre hinweg gerecht zu werden und es in ihre Bärengruppe zu integrieren, würdigt Kindergartenleiterin Sabine Berlinghof das Wirken ihrer langjährigen Kolleginnen.

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Veröffentlicht
Von
Volker Widdrat
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Mittlerweile sind es bereits unzählige Kinder, die sie als erfahrene Erzieherinnen auf ihrem Weg durch die Kindergartenzeit bis hin zur Einschulung liebevoll begleitet haben. Inzwischen besuchen schon die eigenen Kinder ihrer ehemaligen „Schützlinge“ die Einrichtung. Selbst eine heutige Kollegin hat sich als damaliges Kindergartenkind der beiden entpuppt.

Viele Veränderungen erlebt

Im Laufe der vielen gemeinsamen Jahre haben Jane Kirrmaier und Judith Bauernfeind schon mit vielen Leitungen, Mitarbeiterinnen und Praktikanten zusammengearbeitet, den ein oder anderen Umbau der Einrichtung miterlebt sowie verschiedene pädagogische Ansätze im Wandel der Zeit kennengelernt.

Am letzten Tag vor den Kindergartenferien war es so weit: Der große Abschied war gekommen. Für das Team war es zunächst gar nicht so einfach, eine so lange gemeinsame Dienstzeit gebührend zu würdigen. Doch nach einigen Teamsitzungen stand ein Programm, an das die beiden noch lange denken werden.

Zunächst hatten alle 95 Krippen- und Kindergartenkinder ein Singspiel einstudiert. Das kleine Musical basierte auf dem alten Bilderbuch „Der Apfelbaum“ von Mira Lobe. Mittels vieler Lieder, Tänze und musikalischer Begleitung wurde die Geschichte vom Apfelbaum von allen großen und kleinen Akteuren dargestellt.

Nach dem Singspiel ergriff Kindergartenleiterin Sabine Berlinghof das Wort, um den beiden Kolleginnen ihren Dank und ihre Wertschätzung für diese lange gemeinsame Zeit auszusprechen. Besonders hob sie hervor, dass Jane Kirrmaier und Judith Bauernfeind schon im Kindergarten tätig waren, als sie selbst noch die Schulbank drückte oder ihren Abschluss machte. Als Sabine Berlinghof vor 15 Jahren die Leitung des Kindergartens übernahm, waren die beiden sofort mit ihrer langjährigen Berufserfahrung an ihrer Seite.

Apfelbaum als Geschenk

Die Elternbeiräte Herr von Babka und Frau Rebmann sprachen im Namen aller Eltern ihren Dank für die liebevolle Begleitung und Unterstützung ihrer Kinder aus. Obwohl die Elternvertreter nicht in das Singspiel eingeweiht waren, überreichten sie den beiden zu Verabschiedenden passend dazu einen kleinen Apfelbaum mit Bildern von ihren Kindern daran. Als ganz besondere Überraschung hatte der Elternbeirat das erste Kindergartenkind von Jane Kirrmaier eingeladen.

Nach der gelungenen Überraschung fanden Daniela und Thorsten Gut als Vertreter der katholischen Kirchengemeinde Hockenheim dankende Worte. In einem selbst gedichteten Lied brachte Thorsten Gut sehr schön zum Ausdruck, wie wertvoll, abwechslungsreich und unvergleichlich die alltägliche Arbeit einer Erzieherin ist.

Den letzten Teil der Verabschiedung übernahmen die Erzieherinnen des Kindergartens. Zu selbst gedichteten Texten auf bekannte Lieder von „Queen“ und „Abba“ ließen die Kolleginnen die Zeit noch mal Revue passieren und gaben dem Duo die besten Wünsche für den Ruhestand mit auf den Weg. Musikalisch unterstützt wurden sie von ehemaligen Kindergartenkindern.

Die Bärengruppe hatte mit ihren künftigen Erzieherinnen ein eigenes Lied gedichtet und den beiden Rentnerinnen vorgesungen. Natürlich durften die Abschiedsgeschenke nicht fehlen und so überreichte jede Gruppierung nach ihrem Auftritt eine Kleinigkeit für den Ruhestand. Nach so vielen Erlebnissen und Aktionen der vergangenen Jahrzehnte und unzähligen gemeinsamen Stunden fiel allen Beteiligten der Abschied nicht leicht und die eine oder andere Träne kullerte.

Als alle Geschenke verstaut und die Tränen getrocknet waren, wurde der Einstieg in den Ruhestand mit einem Stehempfang im Garten gefeiert. Neben offiziellen Vertretern waren die engsten Familienangehörigen der beiden Scheidenden gekommen, um mit ihnen auf den nun beginnenden Lebensabschnitt anzustoßen. 

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