Grüne: 2 - Einfache Aktion gegen Klimawandel / Es werde CO gespeichert und Artenvielfalt erhöht 30 Nussbäume gepflanzt

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zg/mab
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Ketsch. „Was können wir gegen den Klimawandel tun? Die Antwort ist einfach: Wir machen unsere Gemeinde grüner!“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen. Wissenschaft und Politik seien sich einig: Die CO2-Bilanz müsse verbessert werden. Nur in Ketsch würden mehr Bäume gefällt als gepflanzt, teilen die Grünen mit.

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Sie hätten daher ein Zeichen gesetzt und 30 Nussbäume gepflanzt. „Diese Bäume werden CO2 speichern, werden Schatten spenden und den Boden vor dem Austrocknen bewahren. Sie werden den Wind bremsen und damit die angrenzenden Felder schützen. Sie werden die Artenvielfalt erhöhen und das Mikroklima um sie herum positiv beeinflussen und zu guter Letzt auch noch Nahrung in Form von Nüssen liefern“, heißt es.

In den letzten Jahren habe die Gemeindeverwaltung viele große Bäume fällen lassen, ohne dafür neue Bäume zu pflanzen. Auch könne ein alter Baum nicht einfach durch einen jungen Baum ersetzt werden. Zwei und mehr junge Bäume seien notwendig, um zu kompensieren.

Große Exemplare müssen weichen

Gefällt worden seien zum Beispiel die Bäume auf dem Marktplatz. Es seien zwar neue gepflanzt worden, aber diese würden lange brauchen, bis sie groß seien. Weitere Bäume seien am Parkplatz im Bruch und auf dem Festplatz entfernt worden. Der neue Kindergarten an der Neurott-schule sei absolut notwendig, aber auch hier hätten große Bäume weichen müssen, so die Grünen. Selbst dort, wo nicht gebaut werden müsse, wo Natur im Vordergrund stehen solle, würden in Ketsch große Bäume gefällt. Die Forderung der Grünen sei seit Jahren, dass Bäume und das Grün innerhalb der Gemeinde mehr Achtung erfahren müsse.

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„So fordern wir seit Jahren, dass die Baumscheiben der Straßenbäume ausreichend groß sind, keine Schotter- oder Mulch-Wüsten angelegt und die Baumscheiben wasserdurchlässig gestaltet werden. Dass die Bäume ausreichend in den heißen Sommern gegossen und trockene Äste fachgerecht aus den Kronen entfernt werden. Dass die Platanen weniger geschnitten werden. Dass für jeden gefällten Baum zwei neue gesetzt werden müssen“, zählen die Grünen als Beispiele auf.

Und zu den Nüssen der gepflanzten Bäume meint Ratsmitglied Günther Martin: „Wenn wir heute keine Bäume pflanzen, dann werden, die, die nach uns kommen, auch keine Nüsse ernten können.“ zg/mab