Katholische Gemeinde St. Sebastian

46 putzen sich für Segensspruch heraus

Während der Sternsinger-Aktion werden 170 Familien besucht

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mf
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Die Sternsingeraktion in Ketsch mit Gemeindereferentin Sigrun Gaa-de Mür startet mit dem Besuch bei Bürgermeister Timo Wangler. © Wagner

Ketsch. „Seht den Stern, den wir euch bringen – für Kinderrechte in der Welt zieh’n wir hinaus und sammeln Geld“. Dazu hatten sich in diesen Tagen 46 Kinder und Jugendliche herausgeputzt als kleine und große Könige mit Sternträgern und auf den Weg durch die Gemeinde Ketsch gemacht. Die Geschenke der damaligen Könige und Weisen aus dem Morgenland zu Jesu Geburt werden heute mit dem Segensspruch für das besuchte Haus ersetzt.

Insgesamt 170 angemeldete Familien wurden besucht, dazu noch Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, die Neurottschule, die beiden Ketscher Banken, der Lebensmittelmarkt „Nah und gut“ und – quasi zum Auftakt – Bürgermeister Timo Wangler in seinem Büro.

Diese weltweit größte Solidaritätsaktion „Von Kindern für Kinder“ inspiriert seit über 60 Jahren immer wieder Kinder zum Spenden sammeln – einmal mehr mit großem Erfolg. In Asien, der Schwerpunktregion der Sternsingeraktion 2023, zeigt das Beispiel der ALIT-Stiftung in Indonesien, wie mit Hilfe der Sternsinger Kinderschutz und Kinderpartizipation gefördert werden. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt ALIT an mehreren Standorten Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen gefährdet sind oder Opfer von Gewalt wurden. In von ALIT organisierten Präventionskursen lernen junge Menschen, was sie stark macht: Zusammenhalt, Freundschaften, zuverlässige Beziehungen und respektvolle Kommunikation.

„Kinder stärken und schützen“

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zg
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Zum Gottesdienst in der Kirche St. Sebastian am Morgen des Dreikönigstages zog die große Sternsingerschar ein, freudig empfangen von der Kirchengemeinde.

„Gott selbst ist als schutzbedürftiges Kind zur Welt gekommen in einem armseligen Stall und hatte Eltern, die für ihn sorgten und beschützten. Heute noch kommen Kinder weltweit in armseligen und unter gefährlichen Bedingungen zur Welt.“ Gemeindereferentin Sigrun Gaa-de Mür stellte in ihrer Begrüßung das Motto der diesjährigen Aktion dar. „Kinder stärken – Kinder schützen, in Indonesien und weltweit“.

Gottesdienst mitgestaltet

Die Sternsinger gestalteten die kirchliche Feier maßgeblich mit, die vorgetragenen Texte und Fürbitten wurden von Liedern mit musikalischer Begleitung umrahmt. Barbara Reuter mit Gitarre freute sich über Verstärkung durch Posaune, Saxophon und Trompete – Eike, Fynn und Birk Janson waren als Sternträger auch musikalisch im Einsatz.

Zu Kinderrechten – festgehalten in der UN-Kinderrechtskonvention und 1989 ratifiziert – hatten Sternsingerkinder Beispiele für die Gottesdienstgemeinde gesammelt. Dazu zählten Gesundheit, ausreichende Ernährung, Bildung, Schutz vor Gewalt, soziale Förderung, Gleichbehandlung – das macht ein lebenswertes Leben mit aus.

Gesegnet von Pfarrer Erwin Bertsch ging es dann weiter durch die Ketscher Straßen. Seit 2013 besucht eine Erwachsenengruppe am Abend auch Ketscher Gaststätten – gerne tragen dann Gäste und Wirte mit ihrem Obulus zum Gelingen der Aktion bei.

Gemeindereferentin Sigrun Gaa-de Mür darf sich bei Organisation und Durchführung immer über genügend Mitstreiter freuen – in eigener Familie und den Familien Wagner und Reuter. Das leibliche Wohl der Sternsingerschar unterstützt seit langem Dieter Mummert, in diesem Jahr zusammen mit der Familie Scalia.

Besuch des Neujahrsempfangs

Abschließend werden noch die evangelische Kirchengemeinde am Sonntagmorgen im Gottesdienst besucht und in schöner Tradition auch der Neujahrsempfang. Und es gilt: „Mit geweihter Kreide schreiben wir den Segen an die Tür – euch durch’s neue Jahr nun führ“. mf