Haus der Begegnung

Altennachmittag mit Karl Dittes: Beim „Ketscher Schlippel“ singen alle mit

Der Schwetzinger Musiker Karl Dittes sorgt mit seinem Akkordeon im Haus der Begegnung für Stimmung und beste Laune.

Von 
Caroline Scholl
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Fröhlich machen die Besucher des Altennachmittags im Haus der Begegnung mit, während Karl Dittes den Takt angibt. Mit seinem Akkordeon stimmt er unter anderem die „kleine Nationalhymne der Enderlegemeinde“ an. © Scholl

Ketsch. Kurz nachdem an diesem Altennachmittag die Kuchenteller und Kaffeetassen vom engagierten Helferteam um Gabi und Helmut Elsässer von den mit Frühlingsblumen eingedeckten Tischen abgeräumt wurden, hatte der Musiker Karl Dittes schon längst den Saal mindestens genauso fest im musikalischen Griff wie sein Akkordeon. An den Tischen wurde zu Seemannsliedern geschunkelt.

Kurt Allgeier las lustige Ankedoten vor und beim Quiz, bei dem Dittes mit seinem Instrument Melodien anspielte, die es zu erraten galt, durfte sich so mancher Besucher über den Gewinn einer Piccolo-Sektflasche freuen.

Altennachmittag in Ketsch: Dreieckiger Hut und Vogelhochzeit

Wenn an diesem Altennachmittag überhaupt etwas „alt“ war, dann vielleicht der eine oder andere Gassenhauer, den Karl Dittes anstimmte, und damit gleich einen ganzen Chor im Raum zum Mitsingen motivierte. Mit viel Spaß wurden bekannte Lieder wie der berühmte „Hut mit den drei Ecken“ oder auch umgedichtete Varianten von Volksliedern wie „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ mitgesungen. Und ob man textsicher war oder nicht, spielte nicht die geringste Rolle, waren doch im Vorfeld vom Organisationsteam Liedtexte ausreichend vervielfältigt und schnell verteilt worden.

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Die Stimmung im Haus der Begegnung war fröhlich und der Altennachmittag war so, wie man es sich als Organisator und Besucher gleichermaßen wünscht: Eine schöne Gelegenheit, um gemeinsam ein paar unbeschwerte Stunden zu verbringen, auch einmal wieder herzlich zu lachen und dennoch Zeit für ruhige und vertraute Gespräche in angenehmer Atmosphäre zu haben. „An den Tischen sitzen viele Gäste, die sich kennen, aber es freut uns, dass auch immer wieder neue Gäste hinzukommen. Hier ist jeder von Herzen willkommen“, versichert Helmut Elsässer.

Altennachmittag in Ketsch: Karl Dittes läuft am Akkordeon zur Hochform auf

Karl Dittes lief am Akkordeon zur Hochform auf und kündigte schließlich einen Höhepunkt des Nachmittags an: „Ich habe mal im Avendi in Ketsch gespielt und da wünschten sich zwei Damen um die 90 Jahre das Lied vom ‚Ketscher Schlippel’, doch leider kannte ich als Schwetzinger dieses Lied nicht. Danach habe ich mich bei Dieter Kaufmann in Ketsch erkundigt und erhielt die Noten und schließlich den Text, den der unvergessliche Willi Sommer einst schrieb und der beim Ketscher Backfischfest vor vielen Jahrzehnten vor Tausenden Menschen uraufgeführt wurde. Und heute kann ich dieses Lied mit euch singen“, erklärte Karl Dittes und stimmte auf den Tasten jene Melodie an, die für die ältere Generation der Urketscher schon fast ein wenig etwas wie eine „kleine Nationalhymne der Enderlegemeinde“ ist.

Alle sangen begeistert mit und beim Refrain „Ketscher Schlippel lebe hoch, ja es lebe Ketsch am Rhein, denn in Ketsch bin ich geboren und ein Ketscher will ich sein“ wurden eifrig die weißen Tischservietten im Takt mitgeschwungen.

Der nächste, dann „närrische“ Altennachmittag findet am Mittwoch, 15. Februar, um 14 Uhr im Haus der Begegnung statt. Dann dürfen alle, die es möchten, verkleidet kommen, denn der „Ketscher Bu“ Bernd Bürkle hat sich angekündigt und wird – wie es sich gehört – in fasnachtlicher Manier für einen fröhlichen Nachmittag sorgen. 

Freie Autorin Freie Journalistin für die Region Rhein-Neckar

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