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Sozialverband VdK - Angebote sind durch Krise besonders gefragt / Vorstand wiedergewählt

Beratungsbedarf für wirtschaftlich Benachteiligte vervielfacht

Von 
Marco Montalbano
Lesedauer: 
Geehrt wurden: Gervin Oechsler (l.) für 25 Jahre und Anton Wagner (3.v.l.) für 50 Jahre. Daneben Willi Dörr (2.v.l., Vorsitzender) und Stellvertreter Michael Rößler. Mit dabei ist auch der VdK-Kreisbandsvorsitzende Helmut Gaa (r.). © Montalbano

Ketsch. Vieles ist wieder möglich – so auch Jahreshauptversammlungen wie die des Ortsverbandes Ketsch des Sozialverbandes VdK. Die Mitglieder setzen sich für sozialpolitische Interessen, einen starken Sozialstaat und soziale Gerechtigkeit ein und unterstützen wirtschaftlich Benachteiligte durch Beratung.

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Die Wiedersehensfreude war groß im oberen Saal des „Goldenen Lamms“. Zu lange hatte man sich nicht gesehen. Extra als Versammlungsleiter dazugekommen war Kreisvorstandsvorsitzender Helmut Gaa. In seiner Begrüßung wies er auf die Schwierigkeiten in den vergangenen zwei Jahren hin. „Corona hat nicht alle gleich getroffen, sondern unsere Gesellschaft ungleicher gemacht“, sagt er. Doch es habe sich auch gezeigt, dass ein funktionierender Sozialstaat unser größtes Kapital sei. Kurzarbeitergeld, pünktliche Überweisungen der Rentenkasse und des Krankengeldes durch die Krankenkassen seien gute Beispiele. Er hielt auch ein Plädoyer für die Zusammenlegung von privater und gesetzlicher Krankenkasse.

Vorstandschaft

Vorsitzender Willi Dörr, Stellvertreter Michael Rößler, Kassierer Diemar Stübe, Schriftführerin Silke Heim. Frauenvertreterin Beatrice Philipp, Revisoren: Angelika Rößler und Beatrice Philipp. Beisitzer: Wolfgang Just, Rainer Baro, Thore Philipp, Manuele Stübe und Angelika Rößler.

Nach der Begrüßung durch den langjährigen ersten Vorsitzenden Willi Dörr wurde es für einen Moment sehr still im Saal. „Leider haben wir in den letzten beiden Jahren viele Mitglieder beerdigen müssen – 13 an der Zahl. Darunter auch Theo Geschwill, um nur einen zu nennen.“ Der Vorstandsbericht von Schriftführerin Silke Heim fiel kurz aus. „Ein leeres Blatt vorzulesen, das dürfte schwierig werden“, sagte sie. Neben ein paar kleineren Ausflügen habe es bedingt durch die Pandemie keine Aktivitäten gegeben. Willi Dörr dankte allen Anwesenden für ihr jahrelanges Engagement und der Gemeinde Ketsch für die Unterstützung. Kassierer Dietmar Stübes Bericht fiel positiv aus, der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Die Geehrten

  • Das große goldene Treueabzeichen für 50 Jahre Mitgliedschaft ging an Anton Wagner, für 40 Jahre an Rudolf Staudt.
  • Das goldene Treueabzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Hans Kilian, Wolfgang Klüskens und Gervin Oechsler.
  • Das silberne Treueabzeichen für 10 Jahre bekommen Gerd Ahr, Norbert Fleck, Albert Fuchs, Verena Günthner, Andreas Haber, Uwe Harrer, Petra Keilbach, Rainer Keilbach, Susanne Petry, Helga Rinklef, Andrea Schaefer, Wolfgang Schaefer und Franz Wolfgang.

Willi Dörr freute sich über seine einstimmige Wiederwahl als Vorsitzender, bedankte sich für das Vertrauen, betonte aber: „Ich klebe nicht an meinem Stuhl.“

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Im Gespräch teilte der Kreisverbandvorsitzende Helmut Gaa mit: „Leider sind derzeit acht VDK-Ortsverbände im Kreis führerlos und werden daher kommissarisch vom Kreisverband Mannheim aus geführt.“ Grund hierfür seien Überalterung, Uneinigkeiten bei der Verwendung von Geldern und die Spaltung der Gesellschaft beim Thema Impfung. „Viele sind geimpft, manche wollten aber nicht, weswegen Geimpfte das Zusammentreffen ablehnten.“ Besser sehe es jedoch im Ortsverein Ketsch aus: „Nach 17 Jahren als Vorsitzender kann ich eine positive Bilanz ziehen. Als ich begann, waren wir 200 Mitglieder, jetzt sind wir über 400.“ Sorge bereite ihm jedoch etwas anderes: „Vor der Pandemie erhielten wir im Schnitt einen Telefonanruf für ein Hilfeersuchen. Jetzt sind es um die fünf in der Woche, was einer Verzwanzigfachung entspricht.“

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Freier Autor Freier Journalist. Davor Pressereferent. Studium der Politikwissenschaft.

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