Central Kino - Während der Zwangspause wurde das Lichtspielhaus auf Hochglanz gebracht / Live-Acts bleiben zunächst ausgespart Der Vorhang soll sich bald heben

Von 
Caroline Scholl
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Ketsch. Perspektivisch geht es weiter im Central Kino. Im beliebten Lichtspielhaus in der Enderlegemeinde musste seit Mitte März der große rote Kinovorhang wegen der Pandemie geschlossen bleiben, jetzt gibt es erste Daten für eine Wiedereröffnung unter Auflagen, denn Corona und die entsprechenden Hygieneverordnungen sind nach wie vor Thema.

Einen ganz besonderen Frühjahrsputz erlebt das Central Kino während der Corona-Zwangspause – sogar die Wandbespannungen werden abgesaugt. © scholl
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„In der Zwischenzeit haben wir, die ehrenamtlichen Helfer im Central Kino, einiges bewegt. Defekte Lampen wurden getauscht, kleine Schönheitsreparaturen vorgenommen und ganz intensiv gesäubert. Selbst der letzte Popcornkrümel wurde entfernt und das Kino strahlt nun wieder in neuem Glanz“, bestätigt Hansdieter Gehres, der stellvertretende Vorsitzende.

Zudem bot die Popcornaktion, bei der an einem Vormittag 160 Tüten der beliebten Leckerei im Kino produziert und an soziale und gemeinnützige Einrichtungen verteilt wurden, in der Zwischenzeit eine schöne Abwechslung.

Start wohl Mitte Juni

Doch nun soll es bald wieder losgehen, mit spannenden und unterhaltsamen Filmen im Kinoflair, das es nur im Central Kino in der Enderlestraße gibt. „Wir haben die laufenden Entwicklungen bei den Verordnungen stets im Blick und aktuell sieht es so aus, dass wir am Donnerstag, 11. Juni, wohl wieder mit dem Kinobetrieb unter Auflagen starten dürfen“, bekräftigt der Filmtechniker.

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Das Konzept, welches das Ketscher Kino hat, nämlich Filme nicht direkt zum Bundesstart zu zeigen, sondern das Programm ganz individuell zu gestalten, käme allen nun zugute. „Wir können jetzt zeigen, was vielleicht im März oder April geplant war, ohne dass wir zeitliche Überschneidungen wegen möglicher neuer Filmstarts bekommen“, ergänzt Gehres. So solle nun die deutsche Filmproduktion „Enkel für Anfänger“ beim Start im Juni auf dem Programm stehen und ebenso die „Känguru-Chroniken“.

Natürlich sind im Kino Hygienemaßnahmen einzuhalten, so sei das Betreten des Kinos nur mit Mund-Nasen-Maske gestattet, die ebenfalls immer dann zu tragen sei, wenn man den zugewiesenen Kino-Platz verlasse. Mindestabstände seien auch stets einzuhalten. „Im Foyer dürfen sich maximal vier Personen aufhalten und wir starten mit 50 Plätzen im Kinosaal, die vorher online reserviert werden müssen. Wenn die Gäste ankommen, müssen Adressdaten aufgenommen und dann, Bezug nehmend auf die Reservierung, entsprechende Sitzplätze zugewiesen werden. „Bei den Laufwegen schaffen wir Einbahnstraßen“, so dass die Sicherheitsabstände stets eingehalten werden und es zu keinen zusätzlichen Begegnungen oder Wartesituationen kommt.

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Dies heißt, dass beim Verlassen des Kinosaales, während der Vorstellung und danach, immer der Nebenausgang genutzt werden muss. Ob und wie der Süßwaren- und Getränkeverkauf möglich sein wird, müsse man noch sehen, ein entsprechender Plexiglasschutz an der Verkaufstheke sei allerdings mittlerweile befestigt, führt Hansdieter Gehres weiter aus.

Kein Angebot speziell für Kinder

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Spezielle Kinderfilme seien jetzt am Anfang noch nicht im Programm, werden aber später wieder mitaufgenommen, dann sei zu beachten, dass Kinder nur in Begleitung Erwachsener ins Kino dürfen. Eventuell würden spezielle Kinderfilmmittage während der Ferien eingeplant werden.

„Unsere Live-Acts, wie die im März geplante Veranstaltung ,Glanzblick’ sind aktuell noch nicht möglich, werden aber verlegt. Wir hoffen, dass wir ab Spätherbst vielleicht mit diesen beliebten kulturellen Events weitermachen können. Genauso verfahren wir mit den ,Mädelsabenden’. Wir passen unsere Umsetzungen den Verordnungen an, denn selbstverständlich geht die Gesundheit vor. Alle Ehrenamtlichen freuen sich allerdings auch schon wieder auf die ersten Einsätze im Central Kino“, betont Gehres abschließend.

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Veröffentlicht
Von
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