Fußball-Landesliga - Der neue Trainer Marco Rocca freut sich auf die Herausforderung bei der Spvgg 06 Ketsch „Diese Chance beim Schopf packen“

Von 
Lothar Fischer
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Beim Fußball-Landesligisten Spvgg 06 Ketsch hat sich ein überraschender Trainerwechsel für die kommende Saison vollzogen. Der seitherige Trainer Giuliano Tondo, der erst seit dieser Spielzeit im Amt ist, steht aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung (wir berichteten). Die Ketscher sind auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger schnell fündig geworden und haben Marco Rocca vom A-Ligisten DJK Fortuna Edingen-Neckarhausen verpflichtet. Im Interview spricht er über seine neue Aufgabe.

Zur Person: Marco Rocca



Marco Rocca wurde am 4. November 1985 in Schwetzingen geboren. Von Beruf ist er Teamleiter Recruiting und seine Hobbys sind: Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen und im Sommer am Strand liegen.

Stationen als Spieler: SV 98 Schwetzingen (Jugend) 1990 bis 1995 und 2001 bis 2003, SV Waldhof Mannheim (Jugend) 1995 bis 2001, SV Sandhausen (Jugend) 2003/2004, FC Bammental (Verbandsliga) 2004 bis 2006, SpVgg 06 Ketsch (Landesliga) 2006/2007, SG Kirchheim (Verbandsliga) 2007/2008, VfR Mannheim (Oberliga) 2008/2009, SG Oftersheim (Landesliga) 2009 bis 2015, DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen (Kreisliga) 2015 bis 2018.

Stationen als spielender Co-Trainer: SG Oftersheim (Kreisliga) 2014/2015, DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen (Kreisliga) 2015 bis 2018.

Stationen als Trainer: SG Oftersheim (B-Jugend) 2016/2017, Edingen-Neckarhausen (A-Jugend) 2017/2018, und 2018 bis 2021 in der A-Klasse. lof

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Hand aufs Herz, hätten Sie Anfang des Jahres daran einen Gedanken verschwendet, in der neuen Saison Cheftrainer beim Landesligisten Ketsch zu werden?

Marco Rocca: Nein, das kam auch für mich sehr überraschend. Ich hatte mich insgeheim bereits auf eine neue Saison mit meinem alten Verein eingestellt. Ich arbeitete gerne bei der DJK Fortuna und ich glaube, dass ich den drei Jahren meiner Tätigkeit als Trainer etwas bewirkt habe. Aber wenn man so ein Angebot bekommt, zwei Klassen höher zu trainieren, dann muss man die Chance beim Schopf packen.

Wie kam der Deal zustande?

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Rocca: Die Ketscher Verantwortlichen haben mich angerufen und mir die Situation geschildert, dass der bisherige Trainer Giuliano Tondo aus privaten Gründen für die neue Saison nicht mehr zur Verfügung steht und ob ich mir den Trainerjob in Ketsch vorstellen könnte. Da ich in Edingen noch nicht verlängert habe, stand einem Wechsel nach Ketsch nichts mehr im Wege. Drei Tage nach dem Anruf haben sich Joachim Fellhauer, Naim Rexha und ich zusammen gesetzt, alle notwendigen Dinge besprochen und schon einen Tag später wurde alles fix gemacht.

Der Sprung von der A-Klasse, zwei Ligen höher in die Landesliga ist sicherlich nicht ohne. Wie unbedarft gehen Sie an die Sache heran?

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Rocca: Das ist auf jeden Fall eine sportliche Herausforderung, auf die ich mich freue. Unterschätzen werde ich den Ligaunterschied nicht, beeinflussen wird mich dieser allerdings auch nicht. Ich gehe mit einer klaren Spielidee an die Sache heran und werde einen Weg finden, diese Idee schnellstmöglich meinen Spielern zu vermitteln.

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Es heißt, dass Sie eine ähnliche Spielauffassung wie Ihr Vorgänger bevorzugen, stimmt das?

Rocca: Ja, das kann man so sagen. Klar gibt es in der Umsetzung Unterschiede, aber die Prinzipien sind relativ ähnlich. Ich bevorzuge ebenfalls einen offensiven Fußball mit Ballbesitz und gehe mit meiner Mannschaft ins Spiel, um dem Gegner den Stempel aufzudrücken.

Was ist Ihre dringlichste Aufgabe, nachdem die Tinte unter Ihren Vertrag bei der Spvgg trocken ist?

Rocca: Das Wichtigste wird jetzt sein, die Spieler kennenzulernen und abzuholen. Sie sollen einen Eindruck über meine Person, über meine Vorgehensweise und Spielidee bekommen. Mit den aktuellen Coronabestimmungen wird es zwar schwieriger, aber nicht unmöglich sein. Diese Zeit werde ich zeitnah und intensiv nutzen.

Glauben Sie, dass Sie bei Ihren alten Verein Edingen-Neckarhausen nach Lage der Dinge noch einmal als Trainer tätig sein werden?

Rocca: Auch wenn ich daran nur noch sehr bedingt glaube, hoffe ich, dass die Runde irgendwie noch zu einem guten Ende führt. Wir stehen derzeit mit nur einen Punkt hinter Tabellenführer FV Brühl II auf Platz drei. Ich würde mich auch für meine Jungs freuen, die bisher ein unglaubliches Engagement an den Tag legten, um unser Saisonziel Aufstieg in die Kreisliga zu verwirklichen. Auch ich hätte dann einen gebührenden Abschied bei einem Verein, bei dem ich gerne gearbeitet habe. Bild: Fischer

Freie Autorenschaft Lothar Fischer ist ein Kenner in Sachen Fußball in der Region.