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Gedenkstätte - Am Volkstrauertag auch ein Ort der Mahnung

Ehrenmal auf dem Friedhof vor 60 Jahren eingeweiht

Von 
sas
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„Nicht heimgekehrt und doch daheim“ steht auf dem Ehrenmal auf dem Friedhof, das auch als ein Mahnmal für den Frieden aufgestellt wurde. © Janson

Ketsch. Es war ein strahlend schöner Herbsttag mit viel Sonnenschein: Am Volkstrauertag, am 19. November 1961, wurde das Ketscher Ehrenmal feierlich enthüllt und eingeweiht. Bürgermeister Ferdinand Schmid hielt eine einfühlsame Ansprache und hob hervor, dass es schon lange der Wunsch des Gemeinderates gewesen sei, für die Toten der beiden Weltkriege eine würdige Gedenkstätte zu errichten.

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Der Vorsitzende des VdK Ketsch, Gemeinderat Erich Leiberich, sprach bewegende Worte: „Diese Stätte auf dem Ketscher Friedhof ist Mahnung für alle Völker, den Frieden gegenseitig zu finden und Probleme der weiten Welt in Frieden zu lösen, damit all diese Millionen Opfer nicht umsonst waren.“ Die Feierstunde wurde klangvoll begleitet von den Musik- und Gesangvereinen.

Das Ehrenmal, von Bildhauer Lichtner aus Altlußheim entworfen und vom örtlichen Handwerksbetrieb Oskar Rapp & Sohn ausgeführt und aufgestellt, fand seinen Platz neben der Friedhofskapelle. Es besteht aus schwarzem Granit und trägt die Inschrift: „Nicht heimgekehrt und doch daheim“. Namen sind keine verzeichnet.

„Es ist dem Gedenken aller, auch der Namenlosen und Unbekannten gewidmet und soll auch eine Gedenkstätte für die Lebenden und zugleich ein Mahnmal des Friedens sein“, schrieb unsere Zeitung im November 1961 anlässlich der Einweihung, die auch für die Ketscher Bevölkerung ein besonderer Tag war.

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Landrat Dr. Gaa würdigte das Denkmal als „versöhnende Ehrenstätte“ und Pfarrer Hoffmann erinnerte an die Millionen von Kindern, die ihren Vater nicht kennengelernt hatten und an die Millionen Mütter und Frauen, die im Alter die stützende Hilfe ihres Mannes vermissen mussten.

Seit 60 Jahren hat das Ehrenmal seinen festen Platz auf dem Friedhof und wird besucht, um einen Augenblick lang innezuhalten und an die Verstorbenen zu denken. Das wird am Samstag, 13. November, um 17 Uhr der Fall sein, wenn die Gedenkstunde aus Anlass des Volkstrauertags stattfindet. Dann gestalten Bürgermeister Jürgen Kappenstein, Schüler der Neurottschule, der Musikverein 1929 oder die Fackelträger der Freiwilligen Feuerwehr die Kranzniederlegung. sas

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