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Gemeinderat - Jahresabschluss der Wasserversorgung weist Gewinn aus / Auch die Abwasserbeseitigung verläuft 2020 positiv / Darlehen wird zurückgezahlt

Eigenbetriebe stehen ordentlich da

Von 
Marco Brückl
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Herrlich, wenn’s fließt und sprudelt wie hier mit dem Glas unterm Hahn – Ketsch erfreut sich jedenfalls guter Wasserqualität.

Ketsch. Der Gemeinderat hat in seiner öffentlicher Sitzung in der Rheinhalle die Jahresabschlüsse des Wasserversorgungs- und auch des Abwasserbetriebs für 2020 wie von der Verwaltung vorgeschlagen festgestellt und die Betriebsleitung entlastet. Das geschah jeweils einstimmig.

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Wie Kämmerer Gerd Pfister erklärte hat der Eigenbetrieb für die Wasserversorgung einen Jahresgewinn von knapp 145 000 Euro erwirtschaftet, der auf die neue Rechnung vorgetragen werde. Eine Konzessionsabgabe in Höhe von knapp über 100 000 Euro werde an den Gemeindehaushalt abgeführt. Alles in allem befinde sich der Wasserversorgungsbetrieb in einer guten finanzellen Situation, führte Gerd Pfister aus, die Eigenkapitalausstattung habe sich auf 38,4 Prozent gegenüber 33,9 Prozent im Vorjahr entwickelt.

Gut und günstig

„Auch im Jahr 2020 konnten unsere Kunden gutes Wasser zu einem günstigen Preis beziehen. Die Versorgung war von hoher Zuverlässigkeit gekennzeichnet“, heißt es im Lagebericht, der einen Wasserpreis von 1,15 Euro pro Kubikmeter ausweist (2,11 Euro pro Kubikmeter beträgt der durchschnittliche Wasserpreis in Baden-Württemberg). Rund 12 900 Einwohner werden mit Trinkwasser versorgt – und dass der Zweckverband Kurpfalz, dem Ketsch seit Jahrzehnten angehört, mit dem Wasserwerk Hardt auf Schwetzinger Gemarkung über eine hervorragende Qualität des Lebenselixiers verfügen kann, ist gemeinhin bekannt. Im Berichtszeitraum waren jedenfalls 818 386 Kubikmeter (Vorjahr 718 171 Kubikmeter) Frischwasser abgesetzt worden und damit deutlich mehr als noch zuvor in 2019.

Auch der Abwasserbetrieb kommt für 2020 mit einem Gewinn daher – fast 177 000 Euro können auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die gebührenrechtliche Überdeckung beim Niederschlagswasser in Höhe von nicht ganz 154 000 Euro wird in der Kalkulation für 2025 ausgeglichen. Die Unterdeckung beim Schmutzwasser, die fast 41 000 Euro ausmachen, ist in der Kalkulation für 2022 zu berücksichtigen. In der Zusammenfassung für das abgelaufene Jahr heißt es, dass seit Beginn des Eigenbetriebs im Jahr 2008 bis 2019 der Haushalt der Gemeinde Verluste und Überschüsse des Eigenbetriebs übernommen hat: Der Saldo betrage nach Abführung des Ergebnisses für 2019 insgesamt über 163 000 Euro. Die Vermögensplanabrechnung ergebe für 2020 einen Finanzierungsüberhang in Höhe von mehr als 127 000 Euro.

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Der Rat beschloss, dass das Darlehen, das dem Abwasserbetrieb gewährt worden war, sukzessive in 30 Jahresraten zurückzuzahlen. Bei Gründung des Eigenbetriebs 2008 erhielt er ein Gemeindedarlehen von 5 ,13 Millionen Euro, um die Lücke zum Anlagekapital zu schließen. Der Betrieb sei nun in der Lage, diese Art der Anschubfinanzierung zu tilgen – zum Start 2022 etwas über 200 000 Euro, folgend 170 000 Euro jährlich. Über alle Parteien hinweg wurde dieses Vorgehen gelobt, zumal der Betrieb grundsolide dastehe und der Gesamthaushalt eine verlässliche Einnahme gebrauchen könne.

Apropos Gesamthaushalt: „So sieht ein ausgeglichener Haushalt aus. So sollte der große Haushalt auch aussehen“, sagte Günther Martin (Grüne) und meinte die Performance beider Eigenbetriebe. Alle Fraktionen und Chris Brocke (FDP) bliesen letztlich ins gleiche Horn, als sie Zustimmung signalisierten. „Es wurde, wie auch in den vergangenen Jahren, für 2020 eine saubere und positive Jahresrechnung vorgelegt“, sagte Michael Rapp (CDU). „Das Ergebnis ist gut und die Preise sind geblieben“, lobte Moses Ruppert (SPD). Jürgen Stang (Freie Wähler) gab nur die parallele Erneuerung der Kanäle zu bedenken, ehe Brocke einen „schönen Tag“ ausrief wegen der frohen Kunde von erfreulichen Jahresabschlüssen.

Redaktion

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