Kinderbetreuung - Erweiterung der Kita Villa Sonnenschein im hinteren Teil des bisherigen Gartens steht im Rohbau / Zusätzlicher Zugang über Goethestraße Es gibt mehr Platz zum Toben und Feiern

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Benjamin Jungbluth
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Blick von der Goethestraße, links hinten das Hauptgebäude der Kita. Im Vordergrund der Anbau, in dem die Kinder Sport machen und Feste feiern können. © Jungbluth

Ketsch. Als die ersten Kinder der Villa Sonnenschein nach der wochenlangen Corona-Zwangspause zurückkehrten, gab es im Garten der kommunalen Kita eine große Überraschung: Wo Anfang März nur Bauzäune rund um die betonierte Bodenplatte standen, ragte auf einmal ein komplettes Gebäude in den Himmel. Denn während der Alltag in Deutschland und Ketsch wochenlang massiv heruntergefahren war, klotzten die Arbeiter auf der Baustelle des neuen Anbaus ran. Das rund 160 Quadratmeter große, eingeschossige Gebäude soll den Kindern in Zukunft als Sport- und Tobebereich dienen und für die vielen Feste der Einrichtung genutzt werden. Wenn alles nach Plan läuft, könnte bereits zum Jahresende die Einweihung stattfinden.

Ketsch Ketsch: Neuer Anbau der Kita Villa Sonnenschein fürs Toben und Feiern

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„Wir haben die Villa Sonnenschein im vergangenen Sommer um eine fünfte Gruppe erweitert, weil die Nachfrage nach Kita- und Krippenplätzen weiter ansteigt“, erklärt Bauamtsleiter Hans Keilbach. „Das Haupthaus konnten wir nicht ausbauen, weshalb die neue Gruppe den bisherigen Turnraum beziehen musste. Im großen Garten der Kita haben wir dann den separaten Neubau errichtet, der die Möglichkeiten der Einrichtung nachhaltig erhöhen wird.“

So soll der Hauptraum insbesondere für Sport- und Tobestunden zur Verfügung stehen. Eine große Fensterfront öffnet den Raum in Richtung Garten und lässt viel Tageslicht herein. „Wir werden den Neubau deshalb auch optimal für unsere Feste und Versammlungen nutzen können“, freut sich Kita-Leiterin Nimonh Kaiser-Patthavong. Zusammen mit ihren Kolleginnen konnte sie im Vorfeld bei der Ausgestaltung der Pläne die Sicht der späteren Nutzer einbringen.

Eine perfekte Ergänzung

„Wir erhalten mit dem zweiten Haus eine perfekte Ergänzung zu unserem Hauptgebäude: Eine kleine Küche wird es uns ermöglichen, den Neubau separat zu nutzen, ganz unabhängig vom restlichen Betrieb. Und mit eigenen Toiletten und einem zweiten Eingang sind wir noch flexibler.“ Der Grundriss orientiert sich dabei am hinteren Teil des großen Gartens entlang der Goethestraße, während das Hauptgebäude weiterhin von der parallelen Kolpingstraße aus erschlossen wird.

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Insgesamt hat die Kita eine Kapazität von 72 Kindern – seit die fünfte Gruppe dazugekommen ist. Drei davon sind Krippengruppen, in denen Kinder im Alter von einem bis drei Jahren betreut werden, teilweise von 7 bis 17 Uhr. Doch wegen der Corona-Einschränkungen ist derzeit auch in der Villa Sonnenschein nur ein Notbetrieb für 50 Prozent der regulären Plätze möglich. „Wir hoffen aber, dass sich das in der kommenden Woche, wie vom Land angekündigt, ändern wird“, sagt Kaiser-Patthavong.

Die vergangenen Monate waren für ihr Team außergewöhnlich: Zunächst konnten die engagierten Erzieherinnen nur per kindgerechten Videos mit ihren Schützlingen Kontakt halten. Mit der Erweiterung der Notbetreuung kamen dann auf einige Kinder und Eltern erneute Eingewöhnungsphasen zu: Nach teilweise elf Wochen ohne Fremdbetreuung mussten sich einzelne Kinder erst wieder an den Alltag ohne Mama und Papa gewöhnen. „Die meisten haben die akute Corona-Phase und den Neustart aber sehr gut gemeistert, das lief sogar besser als erwartet“, freut sich die Kita-Leiterin. Und mit der intensiven Beobachtung der im Garten weiterhin eifrig werkelnden Bauarbeiter hatten die jungen Ketscher nach ihrer Rückkehr auch sofort eine spannende Beschäftigung.

Innenausbau läuft aktuell

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Derzeit läuft nämlich der Innenausbau: Während Heizungs-, Elektro- und Sanitäranlagen bereits größtenteils installiert sind, müssen die Trennwände noch angepasst werden. Bald sollen auch Türen und Fenster folgen. „Bislang läuft alles sehr schnell und zuverlässig, da können wir uns als Bauträger überhaupt nicht beklagen“, sagt Bauamtsleiter Hans Keilbach.

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Den Zeitplan bis Ende des Jahres sieht er deshalb weiterhin als realistisch an. Und so kann der 600 000 Euro teure Neubau vielleicht schon für die kommenden Weihnachtsfeiern von den Kindern und ihren Kita-Betreuerinnen genutzt werden.

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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Freier Autor Freier Journalist für die Region Heidelberg, Mannheim und Rhein-Neckar. Zuvor Redakteur bei der Schwetzinger Zeitung, davor Volontariat beim Mannheimer Morgen. Neben dem Studium freie Mitarbeit und Praktika u.a. beim Mannheimer Morgen, der Süddeutschen Zeitung, dem SWR und der Heidelberger Studentenzeitung ruprecht.