Freiwillige Feuerwehr Feuerwehr löscht Brand in Ketscher Wohnhaus

Von 
Lukas Heylmann
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Ketsch. Schwarze Rauchschwaden steigen am Dienstagabend aus einem Mehrfamilienhaus in der Brühler Straße. Der dunkle Qualm verdichtet sich und ist bereits deutlich zu sehen, als die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ketsch mit Blaulicht eintreffen. Ein aufmerksamer Anwohner hatte zuvor die starke Rauchentwicklung bemerkt, die aus allen Gebäudeöffnungen drang und deswegen gegen 18.45 Uhr die Feuerwehr gerufen.

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Aus dem Dachgeschoss quillt schwarzer Rauch. Die Einsatzkräfte gehen deshalb zunächst von einem Feuer im oberen Stockwerk aus. © Feuerwehr Ketsch

Als die Feuerwehrmänner aus Ketsch und Schwetzingen, die unter anderem mit der Drehleiter anrücken, am Einsatzort eintreffen, vermuten sie den Ursprung des Feuers zunächst im Dachgeschoss, weil von dort auf den ersten Blick der meiste Qualm zu kommen scheint. Bei genauerer Betrachtung stellt sich jedoch ein Heizkörper im Keller des Gebäudes als tatsächlicher Entstehungsort des Feuers heraus.

Der zweite Trupp, der unter Atemschutz das Gebäude betritt, erkennt, dass die Ursache für den Brand im Keller liegt und der Rauch durch den Aufzug im leerstehenden Gebäude nach oben drängt. Im Keller brennen nur noch einige Kunststoffteile, das Feuer wird schnell unter Kontrolle gebracht.

„Zu diesem Zeitpunkt waren die Flammen aber schon weitgehend erloschen, wir hatten es nur noch mit einem Schwelbrand zu tun“, erklärt Einsatzleiter Matthias Rux, der stellvertretende Kommandant der Ketscher Feuerwehr, im Gespräch mit unserer Zeitung.

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Warum das Feuer im neu gebauten und bislang unbewohnten Mehrfamilienhaus ausgebrochen ist, ist derzeit noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist die Heizungsanlage im Keller vollständig zerstört worden, aber auch das Treppenhaus ist – ebenso wie die Dachgeschosswohnung aufgrund einer offen stehenden Tür – durch die starke Rauchentwicklung und den Rußniederschlag sehr in Mitleidenschaft gezogen worden.

Brühler Straße gesperrt

Die Freiwillige Feuerwehr Ketsch ist bis in den späten Abend hinein mit sechs Fahrzeugen und 30 Feuerwehrmännern im Einsatz, die Schwetzinger Kollegen helfen mit vier Fahrzeugen und 15 weiteren Kameraden aus. Wegen des Einsatzes ist die Brühler Straße bis etwa 21.30 Uhr vollständig gesperrt. „Glücklicherweise wurden keine Menschen verletzt, weil das Haus ja noch unbewohnt war“, zeigt sich Rux erleichtert. Den Sachschaden beziffert er mit „mindestens 50 000 bis 70 000 Euro“, die Polizei Mannheim geht in einer Pressemitteilung sogar von über 100 000 Euro aus. Hauptursache für den Schaden war der Rauch. Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes haben jetzt die Brandspezialisten des Fachdezernats des Kriminalkommissariats Mannheim übernommen.

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