Lokale Agenda 21 - Schilder und Flyer appellieren an Autofahrer, Radler und Fußgänger Für mehr Fairness im Verkehr

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zg
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Ketsch. Um für partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr zu werben, wurden an den Ortseingängen für die zweite Kampagne Anfang April auffällige Schilder mit dem Motto „Ketsch fährt fair“ montiert, teilt die Lokale Agenda 21 mit.

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An der Ecke Schwetzinger/Walldorfer Straße appelliert ein Banner an die Verkehrsteilnehmer: „Dreißig ist genug!“ Damit alle Beteiligten gut miteinander auskommen und die negativen Seiten des Verkehrs wie Lärm, Abgase und Unfallrisiken reduziert werden können, sollten alle mitmachen und sich fair verhalten, so die Lokale Agenda 21. In einem Flyer werden die wichtigen Aspekte vorgestellt; er ist unter www.ketsch-lokaleagenda.de erhältlich und wurde im Rathaus, in der Gemeindebücherei und Apotheken ausgelegt.

Dafür haben Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, Mitglieder des Senioren- und des Jugendbeirates sowie Polizeipostenleiter Udo Samland mit den Mitgliedern der Ketscher Agendagruppe bei einem Workshop die Grundlagen erarbeitet. Es wurden zuerst einige unfaire Beispiele erfasst: Das rücksichtslose Zuparken der Gehwege, wodurch Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollator am Vorbeilaufen gehindert werden. Aggressives Verhalten durch Fahren über rote Fußgängerampeln oder über Zebrastreifen ohne anzuhalten, generell zu schnelles Fahren und Vorfahrtsmissachtung, zu geringer Abstand zu Radfahrern und laufender Motor bei länger stillstehendem Pkw. Nicht nur unfair gegenüber anderen, sondern gefährlich für sie selbst ist es, wenn Fahrradfahrer ohne zu schauen vom Bürgersteig auf die Straße fahren beziehungsweise Fußgänger einfach auf der Straße laufen, ohne auf den Autoverkehr zu achten.

Probleme sind hausgemacht

Gute Beispiele für anständiges Verhalten sowie eine gerechte und ehrliche Haltung sind: Vorschriften einhalten, Rücksicht nehmen und vorausschauend fahren, heißt es in der Mitteilung weiter. Beim Fahren ist wichtig: kein Handy benutzen, nicht alkoholisiert oder unter Drogen hinterm Lenkrad zu sitzen.

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Hohes Verkehrsaufkommen und die damit verbundenen Probleme seien hausgemacht. Es wäre schön, wenn sich viele veranschaulichen würden, dass weniger Verkehr auch diese Probleme reduziert, so die Lokale Agenda 21. Wünschenswert ist vor allem für kurze Wege, das Umsteigen auf das Fahrrad oder auf Schusters Rappen. Auch die Nutzung der Linienbusse ist eine Möglichkeit den Verkehr zu reduzieren.

Die Anzahl der Autos in Ketsch ist zwischen 1991 und 2007 um zirka zwölf Prozent gestiegen, 2008 krisenbedingt wieder acht Prozent gesunken und bis 2018 nochmals um 14 Prozent gestiegen. Mit 641 Autos pro 1000 Einwohnern lag die Enderlegemeinde damit 2018 um acht Prozent über dem Durchschnitt von Baden-Württemberg, nennt die Lokale Agenda Zahlen. zg

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