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Die Tour der Stadtradler (Teil 5) - Sportlicher Kurs für ambitionierte Frühaufsteher / 100 Kilometer bis Reichartshausen und retour / Dreimal hoch mit rund 1000 Höhenmetern / Wellig zurück

Für Timo Wangler machen die Anstiege den Unterschied aus

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mab
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Timo Wangler nimmt die Anstiege durch den Odenwald mit, um dann eher in Wellen via Hoffenheim zurückzufahren. © Google Maps/Wangler

Ketsch. Das Stadtradeln ist zwar vorbei, aber die Touren der Protagonisten sind deshalb nicht altbacken. Timo Wangler zum Beispiel ist Vorzeige-Tourer der Spvgg 06 und bereits an dieser Stelle sollte man warnen, dass abermals ein Rundkurs der Gemütlichkeit präsentiert wird. Mitnichten: Wangler präsentiert 100 Kilometer von Ketsch nach Reichartshausen und zurück, die er in vier Stunden absolvierte.

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„Ich war früher Skispringer“, sagt Wangler im Gespräch mit unserer Zeitung fast nebenbei. Dabei hat der 47-Jährige einen Wikipedia-Eintrag, weil er dafür erfolgreich genug war. Der gebürtige Schwarzwälder ist im gleichen Jahr geboren wie Sven Hannawald. Der Breitnauer beendete nach schweren Stürzen seine Karriere 1994. Aber seine Affinität zum Leistungssport ist deshalb nicht verflogen. Für den Kämmerer von Sandhausen darf es ruhig ein bisschen mehr sein. „Den Berg hoch und runter – das macht das Radeln aus“, sagt der verheiratete Vater von zwei Kindern, den es der Liebe wegen in hiesige Gefilde verschlagen hat.

Einstieg bei der Tanke

Doch ab an den Start: Da jeder bis Heidelberg kommt, beginnt Wangler seine Beschreibung an der Shell-Tanke nahe des Bergfriedhofs quasi als Einstieg. Die „sportliche Tour für ambitionierte Frühaufsteher“ geht auch gleich nach oben, nämlich auf den Königsstuhl. Weil das so schön war, kommt nun die Abfahrt bis Waldhilsbach. Es folgt die Straße bis Langenzell. Dort ist der Gutshof Langenzell ein Begriff und dort biegt Timo Wangler dennoch gen Dilsberg ab. Das entspricht dem nächsten Aufstieg.

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Wer lieber runter fährt, mag die Strecke über Mückenloch bis Neckarsteinacher Hof unten am Neckar. „Nun beginnt ein wunderschöner Anstieg bis Haag“, kommentiert Wangler die dritte ausgiebige Bergfahrt. Der Wahl-Ketscher mag einfach die Anstrengung, die ihn nicht davon abhalte, reichlich zu sinnieren. Auf der kleinen, ruhigen Nebenstraße, die sich am Finsterbach entlang auf die Haager Höhe hinaufschlägelt, fällt das auch landschaftlich nicht schwer. In Haag gibt es das Goodie, dass nun ein herrlicher Weg durch den Wald folgt. Alsbald ist auch Reichartshausen erreicht, wo das „Hurra, der sportliche Teil ist geschafft“ Sinn ergibt.

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Denn nach absolvierten rund 1000 Höhenmetern geht es nun eher wellig (nur noch 400 Höhenmeter) durch den Kraichgau zurück. Via Epfenbach/Neidenstein fährt Wangler nach Hoffenheim. Hier könnte man auch auf die Leimbach-Route wechseln, doch Timo Wangler wählt die sportliche Version mit den Stationen Horrenberg, Baiertal, Maisbach, und Nußloch („noch mal eine scharfe Rampe mit 70, 80 Höhenmetern – die tun weh“).

Täglich mit Rad zur Arbeit

Die Rennrad-Tour, die im Odenwald an die Heimat erinnert, fährt der Nachwuchstrainer bei den „06ern“ gerne sonntags. Wenn er bei einem 25er-Schnitt um 7 Uhr startet, ist er bis 11 Uhr wieder daheim und hat noch Zeit für Frau Katja, Tochter Mona (15) und Sohn Till (12).

Timo Wanlger fährt im Jahr rund 10 000 Kilometer. Im vergangenen Jahr gab es lediglich zehn Tage, an denen der Verwaltungsfachmann nicht zur Arbeit gefahren ist. „Ich farhe bei Schnee und Eis“, sagt er. Mit seinem schönen Tourenrad hat er die richtige Ausstattung. Auch sonst sind Kleidungsstücke in seinem Büro gerichtet. Zwei Strecken fährt der 47-Jährige nach Sandhausen. Eine 12,5-Kilometer lange im Winter und eine 14,5-Kilometer lange im Sommer. Letztere bietet mehr Schatten. Das Radeln sei ein Ausgleich, diene ebenso der Vorbereitung auf die Arbeit als auch der gedanklichen Nachbereitung nach der Arbeit. mab

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