Neurottschule

Handballaktionstag in Ketsch: Schnelligkeit und Koordination gefragt

Ein Handballaktionstag in der Ketscher Neurottschule soll die Schüler für den Handballsport begeistern. Vertreter des Handball-Leistungzentrums (HLZ) Rhein-Neckar-Pfalz waren mit dabei.

Von 
Caroline Scholl
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Werfen und fangen – beim Handballaktionstag an der Neurottschule konnten alle Schülerinnen und Schüler begeistert mitmachen. © Scholl

Ketsch. Sehr neugierig betraten die Schüler der Klasse 2b die Neurotthalle, denn dort waren über die gesamte Spielfläche Stationen aufgebaut und sechs in rot gekleidete Trainer und Helfer warteten auf die 25 Schüler. Zuvor durfte die Parallelklasse hier aktiv sein, nun waren die Mädchen und Jungs von Lehrerin Britta Fellenberg an der Reihe, um Handballluft zu schnuppern und mit den kleinen Bällen erste Wurfversuche zu unternehmen.

Zum Handballaktionstag besuchten Vertreter des Handball-Leistungzentrums (HLZ) Rhein-Neckar-Pfalz die Neurottschule. Mit von der Partei war Oliver Janisch, ein Trainer bei der SG Brühl/Ketsch. „Wir möchten mit den Aktionstagen bei den Kindern Begeisterung für diesen faszinierenden und traditionellen Sport wecken. Gerade im Grundschulalter ist es wichtig, dass Kinder viele sportliche Aktivitäten ausprobieren können und es ist zu beobachten, dass Kinder aus einer Familie, die nicht handballbegeistert ist, seltener mit der Sportart in Kontakt kommen als beim Fußball“, erzählt Wolfgang Frey.

Oliver Janisch bestätigt dies, bricht aber direkt eine Lanze für den Handball: „Das ist ein spannender und schneller Sport, bei dem ganz stark das Zusammenspiel des Teams wichtig ist und die Spieler stets gut aufeinander abgestimmt sein müssen. Jeder spielt quasi auf allen Positionen. Handball ist ein Ganzjahressport in der Halle“, sagt Janisch.

Handballaktionstag in Ketsch: Spielerisch erste Würfe probiert

Beim Aktionstag in der Neurottschule ging es darum, die zweiten und vierten Klassen spielerisch an den Handball heranzuführen. „Was wir gerade bei den jüngeren Jahrgängen oder im Kindergartenalter beobachten, sind seit der Pandemie Schwierigkeiten mit der Koordination. Über eine Bank zu balancieren wird manchmal schon zur Herausforderung. Den Kindern hat einfach das Spielen draußen und auf den Spielplätzen gefehlt, jetzt gibt es Bedarf dafür, solche Defizite auszugleichen“, sagt Gaby Lang vom HLZ.

Handball sei gut geeignet, um gleich mehrere Bewegungskompetenzen zu fördern. Bei den fünf aufgebauten Spielstationen durften die Schüler ihr Geschick beim Werfen und Fangen erproben, ihre Koordinationsfähigkeit austesten, die Schnelligkeit unter Beweis stellen und Zielsicherheit beim Werfen zeigen und auch das eigene Ballgefühl beim Prellen erforschen.

„Das ganze läuft hier ganz ohne Druck ab, jeder soll vor allem eins spüren – dass Sport und Bewegung in der Gemeinschaft viel Spaß macht“, so Wolfgang Frey. An diesem Tag gab es ausschließlich Gewinner und Oliver Janisch hofft: „Es wäre schön, wenn durch diesen Aktionstag das eine oder andere Kind Interesse am Handballspiel gewinnt. Wir von der Spielgemeinschaft Brühl/Ketsch freuen uns über jedes Mädchen und jeden Jungen, der mal zu einem Schnuppertraining vorbeischaut. Die Trainingszeiten der Altersgruppen findet man auf unserer Homepage“, sagt Janisch.

Die Schüler der 2b waren durchweg begeistert von der abwechslungsreichen Zusatzsportstunde und machten mit großem Einsatz mit. Niemand stand im Abseits und die Übungsleiter erklärten mit Einfühlungsvermögen, auf was es bei den einzelnen Stationen ankommt. Am Schluss durfte jedes Kind noch eine kleine Erinnerung in Form eines Lesezeichens mitnehmen.

Freie Autorin Freie Journalistin für die Region Rhein-Neckar

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