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KG Narrhalla - Kampagneneröffnung abgesagt / Corona-Warnstufe macht Strich durch die Rechnung

Kein 11.11. auf dem Marktplatz

Von 
Marco Brückl
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Ketsch. Bei den Fasnachtern der KG Narrhalla ist die Enttäuschung immens. Nach Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung kamen die Karnevalisten überein, die Eröffnung der Kampagne am 11. November um 11.11 Uhr auf dem Marktplatz schweren Herzens abzusagen. Dabei hatten sie die Veranstaltung gerade erst angekündigt (wir berichteten) und gerade wegen der Corona-Pandemie kurzfristig, aber umso inbrünstiger entschieden, den traditionellen 11.11. gebührend zum Anlass zu nehmen. Corona macht nun doch einen Strich durch die Rechnung: „Wenn es keine Warnstufe gäbe, hätten wir es machen können“, sagt Gregor Ries.

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Der Vorsitzende berichtet vom eigens für den 11. 11. erarbeiteten Konzept. Freilich hätte man den Bereich auf dem Marktplatz – der Kampagnenstart hätte als Premiere nach der Umgestaltung dort stattgefunden – abgegrenzt. Zwar nicht mit einem Bauzaun, aber doch mit Absperrband. Die Stationen für die 3G-Kontrolle und Hygiene sei geplant gewesen und auch die Nutzung der Luca-App stand auf der Tagesordnung. Die Piktogramm-Schilder seien schon in der Mache gewesen. Und auch beim Essen und Trinken hätte jeder sein eigenes Behältnis bekommen. „Es wäre sehr spartanisch gemacht worden“, sagt Gregor Ries, um Geplantes mit der Vor-Corona-Zeit zu vergleichen. Aber das Konzept hielt dem in der Warnstufe Erforderlichem nicht stand.

Letztlich keine andere Option

Sanja I. avanciert wegen Corona zur Rekordprinzessin der Narrhalla – wenn sie im Januar abtritt, war sie zweieinhalb Kampagnen im Amt. © Witt

Die Verwaltung habe gefragt, ob es nicht eine andere Option gäbe. Spontan sei eine Art Umzug in den Sinn gekommen, bei dem man keine Aufenthaltsdauer erzeugt, die Ansammlungen von Menschen begünstigt. Doch wie solle das kurzfristig funktionieren, beispielsweise den Prunkwagen durch die Straßen zu bugsieren, um vielleicht kurz bei den Kindergärten vorbeizuschauen? Letztlich war dies keine Option.

Gregor Ries macht im Gespräch mit unserer Zeitung aber deutlich, dass er den Schwarzen Peter nicht bei der Gemeindeverwaltung sieht. „Auch sie wollte eine Lösung finden.“ Die Auslegung der Verordnung habe sich jedoch wiederholt mit der auf dem Marktplatz geplanten Auftaktveranstaltung gebissen.

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„Ich bin Verfechter der Corona-Verordnungen, aber wenn das Verhältnis nicht stimmt“, sagt Gregor Ries. Das Land wälze die Verantwortung auf die kleinen Kommunen ab, die schauen müssten, wie sie die Verordnungen umsetzen, ob die Inhalte sinnig seien oder nicht. Dass beispielsweise ein Martinszug abgesagt werde, bei dem man sich im Freien befinde und bewege, versteht Ries ebenso wenig. Zumal das Abstandhalten doch mittlerweile eingebübt sei.

Gregor Ries sieht die Vereinsarbeit zusehends in Gefahr. Und in Sachen KG Narrhalla ist er selbstredend emotional: „Die Kampagne findet statt“, betont er sodann. Die Absage für den 11.11. bedeute nicht das Aus für die komplette Fasnachtszeit. Die weiteren geplanten Termine der KG Narrhalla sollen stattfinden. Würde dies auch noch eingestampft, könne es unschön werden. „Dann geht die Vereinsarbeit hopps“, sagt er. Also soll Sanja I. am 22. Januar ihre Nachfolgerin beim Inthronisationsball finden, die dann auch für die Kampagne 2022/23 Prinzessin sein wird.

Redaktion

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