Platz vor der Rheinhalle - Verschiebung des Maifests im Visier / Vereine wollen auf Zeit, wenn Events wieder möglich sind, vorbereitet sein Ketsch ist auf dem Weg zum Sommerfest

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Marco Brückl
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Nach der erfolgreichen Wiederbelebung 2018 lockt das Maifest damals zahlreiche Besucher vor das vergnügliche grüne Dreieck nahe der Rheinhalle. © Scholl

Ketsch. Nachdem 2018 das Maifest in der Enderlegemeinde wiederbelebt wurde, hätte es 2020 im grünen Dreieck vor der Rheinhalle einmal mehr zur Sache gehen sollen. Ein großer Sommertagsumzug, ein attraktives Bühnenprogramm und Biergartenatmosphäre hätten unter neuen Sonnensegeln sicher viele Besucher begeistert. Die 10-jährige Partnerschaft mit Trélazé wäre außerdem gleich mitgefeiert worden, eine Delegation der Freunde aus Frankreich wurde erwartet. Corona hat dies, wie letztendlich nahezu alle Veranstaltungen im vergangenen Jahr, schließlich vereitelt.

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Für 2021 sehen die Prognosen für ein Maifest nun nicht gerade vielversprechend aus. „Wir haben uns mit den Vereinen, die in der Vergangenheit das Maifest ausgerichtet haben, per Online-Besprechung ausgetauscht. Derzeit sehen wir wenig Chancen, dass es in 2021 ein Maifest geben kann. Allerdings steht die finale Entscheidung noch aus. Diese werden wir natürlich in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung treffen“, bestätigt Jürgen Kugler, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Ketscher Vereine (IG).

Ketsch Impressionen vom Maifest und Sommertagszug in Ketsch

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Günther Klefenz, Vorsitzender der Tanzfreunde, ein Verein, der sich stark beim Maifest engagiert, ergänzt: „Aus heutiger Sicht, gehe ich nicht davon aus, dass bis Mai Veranstaltungen dieser Art möglich sind. Neue Mutationen des Coronavirus und das langsam vorangehende Impfgeschehen sind Faktoren, die einfach da sind und die Gesundheit geht vor.“

Einnahmen von Aktionen fehlen

Insgesamt sehe man eher eine Chance, im voranschreitenenden Jahresverlauf bei wärmeren Temperaturen, also Richtung Sommer, ein Fest vor der Rheinhalle zu planen. „Wir haben über mögliche Ausweichtermine gesprochen, denn ich halte es für wichtig, dass man mit der Planung beginnt. Zumal für viele Vereine die Einnahmen aus Festen in den Vereinskassen fehlen.“ Verschoben oder schlimmstenfalls abgesagt sei eine Veranstaltung schnell. Jedoch brauche die Organisation einer Veranstaltung einen vernünftigen zeitlichen Vorlauf. Man muss mit Bands und Schaustellern sprechen, die sich Termine blockierten, außerdem brauche jeder Verein Helfer, die ebenfalls eine Planungssicherheit benötigten, betont Günther Klefenz.

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Bei der ersten Online-Besprechung sei es zunächst wichtig gewesen zu sondieren, welche Vereine überhaupt mitwirken wollen, wenn es vor der Rheinhalle wieder in den großen Biergarten gehen soll. „Vereine, die bisher dabei waren, haben Interesse bekundet, aber wir hoffen natürlich, dass sich noch einige mehr Ketscher Vereine beteiligen. Je größer das Angebot, desto attraktiver ist ein solches Fest im Freien für die Besucher aus Ketsch und Umgebung“, führt Jürgen Kugler weiter aus.

Wie sich die Vereinslandschaft in in Zukunft entwickle, sei ebenso ein interessanter Aspekt: „Natürlich hofft man, dass sich viele wieder darauf besinnen, wie schön es ist, am Ort ein großes Vereinsangebot zu haben. Möglicherweise ist das Vereinsleben wieder schneller in Gang als die Touristik, was dazu führen kann, dass viele vor Ort Möglichkeiten der Freizeitgestaltung suchen. Sicher bin ich mir in einem Punkt: Die meisten freuen sich sehr darauf, wenn wieder erste Veranstaltungen möglich sind, denn gerade in Ketsch ist man die große Auswahl an Vereinsfesten und Aktionen gewohnt und dies wird vermisst. Die Vereine müssen, wenn es wieder möglich ist, vorbereitet sein, denn wie sich künftig finanzielle Unterstützungen darstellen, dies ist Stand heute ungewiss“, sagt IG-Chef Jürgen Kugler.

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Zwar zeigten sich bei den meisten Vereinen die Mitglieder sehr loyal und Austritte seien eher mit persönlichen wirtschaftlichen Situationen begründet, jedoch fehlten in allen Vereinen die Eintritte.

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„Wenn es anstatt eines Maifestes in diesem Jahr ein Fest vielleicht Ende August gibt, dann brauchen wir hierfür natürlich noch einen Namen, der steht noch nicht fest“, sagt Günther Klefenz. Die nächste Online-Besprechung sei bereits geplant.

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