Gemeinderatswahl 2024

Ketscher Grüne denken schon an ihre Liste für die Gemeinderatswahl 2024

In einem Aufruf wirbt die Partei auch für parteilose Kandidatinnen und Kandidaten.

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zg
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Ketsch. Wenn auch die nächste Gemeinderatswahl erst im Jahr 2024 stattfindet, so sind doch die Ketscher Grünen schon dabei, Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Liste zu sondieren. Das teilen sie in einer Presseerklärung mit. „Nirgends ist Politik so nah an den Bürgerinnen und Bürgern wie im Gemeinderat. Dabei funktioniert der Betrieb ähnlich wie bei seinen großen Geschwistern im Landtag oder Bundestag, nur eben etwas kleiner und mit dem Unterschied, dass der Gemeinderat kein Parlament, sondern ein Verwaltungsorgan ist. Und nie war die Arbeit im Gemeinderat wichtiger als heute, einer Zeit existentieller Herausforderungen“, heißt es in der Mitteilung von den Grünen.

Das Gremium für die kommunalen Belange werde 2024 in Baden-Württemberg neu gewählt und die Grünen suchten jetzt schon Menschen, die Interesse haben, sich für dieses verantwortungsvolle Ehrenamt, einen Sitz im Gemeinderat, aufstellen zu lassen. Nikolaus Eberhardt, dem Sprecher der Grünen in Ketsch, ist es wichtig, die Lebenswirklichkeit auch im Gemeinderat abzubilden. Er sagt: „Zur Lebenswirklichkeit gehören nicht nur Frauen und Männer, sondern auch Junge and Ältere, jede Art von Ausbildung und Erfahrung, Menschen mit und ohne Einschränkungen sowie alle anderen, die hier nicht genannt sind.“

Der Wille, sich einzubringen

Die einzigen Vorrausetzungen aus dem Kommunalwahlrecht seien neben der deutschen Staats- oder EU-Angehörigkeit die Volljährigkeit und ein ständiger Wohnsitz in der Gemeinde. Daneben setzten die Grünen in Ketsch nur den Willen, sich einzubringen und die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen, voraus.

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Dabei erwartet alle Interessierten ein umfangreiches Angebot, die Materie kennenzulernen. Heike Schütz, Sprecherin der Fraktion im Gemeinderat, betont, dass dazu mehrere Termine angeboten werden, an denen Interessierte eine Übersicht bekommen, was als Ratsmitglied zu tun ist. Da seien vor allem die monatlichen Gemeinderatssitzungen, deren Vorbereitung, die Ausschusssitzungen, fachliche Einarbeitung in verschiedene Themen und sonstige Termine und Verpflichtungen.

Die Liste mit 22 Kandidatinnen und Kandidaten, die zur Wahl antreten, werde letztlich von den Parteimitgliedern aufgestellt. Aber es dürfen auch Nichtparteimitglieder gewählt werden, sagt Heike Schütz. Dabei legen die Grünen, wie in den vergangenen Jahren, Wert darauf, dass die Liste paritätisch besetzt ist, also gleich viele Frauen wie Männer.

Die Grünen Ketsch möchten daher gezielt Frauen dazu auffordern, sich frühzeitig zu melden. Mitgestalten, mitbestimmen, die großen Herausforderungen unserer Zeit anpacken und eigene Themen mitbringen, all das sei möglich. Die Grünen sehen nach eigener Einschätzung Vielfalt als Stärke an. Auch Bürger, die in der zweiten Reihe mitarbeiten wollen und so andere unterstützen möchten, seien herzlich willkommen. „Es gibt viel zu tun und mit dem zunehmenden Wahlerfolg der Grünen wäre es wünschenswert, wenn sich die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt“, heißt es noch. zg