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Zum 80. Geburtstag von Paul McCartney - Mit Ketsch verbundene Musiker zollen dem Gründungsmitglied der „Beatles“ Respekt

Ketscher zum 80. Geburtstag von "Beatles"-Gründungsmitglied Paul McCartney

Von 
Marco Brückl
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Ex-„Beatle“ Paul McCartney gilt als lebende Legende, die sich auf den Lorbeeren einer ruhmreichen Karriere ausruhen könnte. Doch die Schaffenskraft des Musikers, der in Liverpool geboren wurde, sorgte zuletzt 2020 für ein Album („McCartney III“). © epd

Ketsch. Sir Paul McCartney wird heute 80 Jahre alt – und da kann man schon mal eine wenig ehrfürchtig zurückschauen, denn der Sänger, Bassist, Singer-Songwriter und Komponist schrieb mit John Lennon gemeinsam die legendären Hits der „Beatles“, die die Geschichte der Popmusik prägten. „Yesterday“ etwa gehört zu den meistgespielten Popsongs aller Seiten. Wir haben uns bei Musikern umgehört, die mit Ketsch verbunden sind, was man von den „Beatles“ lernen kann, was einen guten Song ausmacht oder welcher „Beatles“-Song bis heute am besten gefällt.

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„Wenn ich hier Spotify anschaue, hat anscheinend Ed Sheeran die richtige Mischung gefunden“, sagt Matthias Wurm von „Notes from the living room“ in Ketsch. Was macht einen guten Song noch aus? „Am wichtigsten ist es, eine gute Hookline zu finden. Es ist auch ein Zeitgeistfrage. Ein Song wie zum Beispiel ,Hotel California’ kennt und mag fast jeder. Würde heute ein sieben Minuten Song mit einem langen Gitarrensolo rauskommen, hätte dieser Song kaum eine Chance.“ Und was kann man von den „Beatles“ lernen? „Es gibt wohl kaum eine Kadenz, eine Akkordfolge, die noch nicht von den ,Beatles’ benutzt wurde. Prinzipiell kann man in jedem heutigen Song einen ,Beatles’-Song finden. Während des Gitarrenstudiums wurden in der Kadenzanalyse für Popmusik immer wieder die ,Beatles’ herangezogen. Der Dozent – Frank Gambale, Chick Korea Band – mehrfacher Grammygewinner, sagte, es gebe nichts, was die ,Beatles’ nicht schon geschrieben beziehungsweise benutzt hätten. Das finde ich sehr beeindruckend.“ Für Matze Wurm ist der tollste „Beatles“-Song „Penny Lane“. „Wirklich tolle Melodie mit Wahnsinnsakkordwechseln. Ein Moll7b5-Akkord hat sich in den Charts neulich nur mal Jason Mraz bei ,I’m yours’ getraut.“

Klaus Pfreundner von der Partyband „Radspitz“, die beim Backfischfest regelmäßig das Festzelt zum Kochen bringt, meint: „Ein guter Song bewegt und inspiriert. Er nimmt dich sofort in seinen Bann. Sei es durch den Beat, die Melodie, den Text, die Stimme. Oder meist alles zusammen. Ein guter Song spricht dich an. Immer wieder. Und wird über die Jahre zum Klassiker. Und: Er lässt sich mit einer Gitarre am Lagerfeuer singen und alle singen mit.

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Pfreundner verehrt die „Beatles“: „Auch über 50 Jahre nach ihrer Trennung sind sie ein Quell der Inspiration. Diese enorme Kreativität, aus denen so viele Perlen der Musikgeschichte entstanden sind, ist schon einzigartig. Was man von den Beatles lernen kann? Folge der Kreativität und Leidenschaft und lebe sie aus.“ Eine Nummer eins der „Beatles“ hat Pfreundner indes nicht, denn „jeder ,Beatles’-Song ist ein eigenes kleines Universum. Ich mag sie alle sehr“, sagt der Musiker aus Oberfranken.

Andreas Frank, Gitarrist bei „K’lydoscope“, sagt, es sei heute gerade im Bereich Pop wichtig, dass ein Song einprägsam sei, er Ohrwurm-Charakter besitze und nicht zu lange sei. „Ich selbst mag durchaus anspruchsvolle Songs – progressiv angehaucht.“ Und: „Es ist beeindruckend, wie aktuell die ,Beatles’-Songs heute noch sind. Ja, sie sind größtenteils sehr einprägsam. Auch wir von ,K’lysdoscope’ covern den einen oder anderen Song wie ,Drive my car’, ,Come together’ oder auch ,Hey Jude’ – das ist ein absoluter Party-Kracher, da singt jeder mit, auch die jungen Leute im Publikum.“

Walter Batzler, der der „Zap-Gang“, die am Samstag, 25. Juni, 20 Uhr, bei den Naturfreunden auftritt, seine Stimme leiht, ist unter den beiden Menschenarten, die entweder die „Beatles“ oder die „Rolling Stones“ goutieren, bei den Zweiteren zu finden. Dennoch: „Ich finde beeindruckend, wie die ,Beatles’ es verstanden haben, melodisch anspruchsvolle Arrangements so harmonisch, so leicht daherkommen zu lassen.“ „Back in the USSR“ ist sein „Beatles“-Favorit, wobei ein guter Song einen wiedererkennbaren Refrain und eine Linie haben müsse, die hängen blieben.

Redaktion

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