Manches Gute liegt ganz nah

Caroline Scholl findet Deutschland eine gute Reisealternative

Von 
Caroline Scholl
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Schauen wir mal – dies ist vielleicht der häufigste Satz, den ich höre, wenn ich im Freundes-, und Bekanntenkreis das Thema Urlaub 2021 anreiße. Wo normalerweise schon Tickets in der Schublade liegen oder man sich ersten Reiseführer zulegt, herrscht aktuell eher Zurückhaltung und ein weiterer berühmter Geduldsfaden wird, diesmal in Sachen Urlaub, in der Pandemie kräftig gespannt. Ob der Impffortschritt oder wärmere Temperaturen Entspannung in die Pandemielage bringen? Oder werden die Mutationen alle Reisefreudigen am Ende entmutigen? Ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste? Keiner kennt die Antwort und so ist der berühmte Tellerrand, über den man ja eigentlich hinausblicken könnte, die neue Komfortzone und viele bleiben und planen erst mal innerhalb von Deutschland. Und dies ist wirklich nicht die schlechteste Alternative, wenn man sich unser Land im Herzen von Europa betrachtet, denn von Bergen bis Meer, von Natur bis Kultur ist hier einiges geboten. Vieles, was man in Jahren, in denen der Urlaubsspaß eher von finanziellen Grenzen als von Einreisebestimmungen abhängig war, einfach übersehen hat, rückt nun in den Fokus.

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Viele wünschen sich dieser Tage, weit ab von Reiseplänen, einfach ein kleines Stück Normalität zurück, und da kann die Pizza, verzehrt in einem richtigen geöffneten italienischen Restaurant (ohne Pappkarton) schon zum interkulturellen Highlight werden, genauso wie der Ouzo, der einem mit einem strahlenden Lächeln von einem griechischen Wirt serviert wird. Jedenfalls war Griechenland in der Liste des Reiseweltmeisters Deutschland immer ganz vorne mit dabei und ich könnte mir gut vorstellen, dass dies, gemischt mit den uns sonst so oft zugeschriebenen Eigenschaften, am Ende eine vernünftige Mischung gibt, was das Reiseverhalten betrifft. Doch wie gesagt: Schauen wir mal.

Freie Autorenschaft Freie Journalistin für die Region Rhein-Neckar