„KulturKircheKetsch“

Mystisch-geheime Musiksprache

Musiktheater Tatjana Worm präsentiert den „Bach Code“

Von 
zg
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Proben für den „Bach Code“: „Laborate“ ist Franka Hellmann (v. l.), Michael Rittmann verkörpert „Doctor Mathematikus“, Philipp Schmale ist „Inspirator“ und Michelle-Alice Gerhardt „Poetika“. © Eberhardt

Ketsch. Bei der nächsten Veranstaltung aus der Reihe „KulturKircheKetsch“ am Samstag, 26. November, ab 19.30 Uhr in der Kirche St. Sebastian präsentiert das Musiktheater Tatjana Worm „Weihnachtlich temperiertes Klavier“ oder „Der Bach-Code“.

„Das wohltemperierte Klavier ist das Alte Testament, die Beethoven‘schen Sonaten das Neue, an beide müssen wir glauben“ – das stammt von Hans von Bülov. Im Gegensatz zu dieser Aussage von Bülovs im übertragenen Sinn, zeigen und beweist das Theater, dass im „WTK“ die Geschichten des wahren neuen Testaments kodiert sind. Ausführlich fokussiert sich das Theater in der bevorstehenden Weihnachtszeit auf die diverse Präludien und Fugen: „Wir erklären, erzählen, amüsieren uns und albern, lesen aus der Bibel, spielen die Werke von Bach, und ergänzen sie auch mit eigenen Kompositionen“, heißt es im Begleittext zum „Bach Code“. Alles basiere auf Forschungen von Albert Schweizer (1875 bis 1965) und den russischen Bach-Forscher Boleslav Jaworskij (1877 bis 1942, „Auf der Suche des verlorenen Sinnes“).

„Das wohltemperierte Klavier“

Die Geschichte, die eine Reise in die weihnachtliche Symbolik von Bach liefert, wird von mindestens 14 Musikern und Darstellern inszeniert. Bei einer Vorlesung des „Doctus Mathematikus“ über „das wohltemperierte Klavier“ von J. S. Bach als Ergebnis der gleichstufigen Stimmung und Meilenstein der europäischen Musikgeschichte passiert ein Wunder: Mit dem Klang der Wolfsquinte erscheint „Poetica“, die dem Publikum anbietet, mit ihr auf eine Reise zu gehen.

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Auf die Suche nach dem verlorenen Sinn. Auf die Suche nach der geheimen Sprache der Töne und Akkorde, und was sie für Bach bedeuten. Was als ernst-komische Lehrveranstaltung beginnt, entführt das Publikum in St. Sebastian mit immer tiefergehenden Analysen in die mystisch-geheime Welt der Musiksprache Bachs.

In einer wesentlich erneuerten Inszenierung aus dem Jahr 2018 versucht das Musiktheater Tatjana Worm noch tiefgründiger den Bach-Code zu entschlüsseln. Die Präludien und Fugen werden unter die Lupe genommen und es wird gezeigt, wie sie das Wunder der Geburt Jesu darstellen. Es ist eine hochspannende, weihnachtlich temperierte Aufführung des Musiktheaters. zg