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Corona-Pandemie - Ordnungsamt hat nach Änderungen bei der Quarantäneverordnung zuletzt 180 Fälle zu bearbeiten / Betroffene zeigen große Selbstverantwortung

Ordnungsamt prüft Quarantäneverordnung in Ketsch

Von 
Caroline Scholl
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In Quarantäne heißt, sich meist isoliert in den eigenen vier Wänden aufzuhalten, um andere nicht anzustecken. © Brückl

Ketsch. Ständig steigende Fallzahlen in der nunmehr vierten Welle der Corona-Pandemie führen zu veränderten Verordnungen, auch was die Quarantäneregelungen betrifft. Doch wie sieht die Prüfung vor Ort aus? „Insgesamt ist das Thema sehr komplex, denn jeder Fall ist für sich zu betrachten, um festzustellen, welche Auflagen gelten“, erklärt Gerd Immel vom Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung im Gespräch mit unserer Zeitung.

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So sei es beispielsweise ein Unterschied, ob die Person infiziert, eine Kontaktperson geimpft oder nicht geimpft sei oder auch ob es sich um Reiserückkehrer handle, wobei man hier beachten müsse, aus welchem Land die Einreise erfolgte. „Aufgrund der hohen Fallzahlen konzentriert sich das Gesundheitsamt nun auf größere Ausbruchsgeschehen, sodass positiv auf Corona getestete Personen nicht routinemäßig vom Gesundheitsamt kontaktiert werden. Dennoch gilt für die Personen eine Absonderungspflicht, die von den Behörden kontrolliert werden und verpflichtend sind. Dabei liegt nun vieles in der Selbstverantwortung des einzelnen“, erklärt Immel weiter.

Auch seien alle Einreisende, egal aus welchem Land sie einreisen, verpflichtet, eine elektronische Einreisemeldung auszufüllen, die an der Grenze kontrolliert werden kann. „Gerade wenn Personen mit dem Auto einreisen, wird dies vielleicht oft vergessen“, so Gerd Immel. Ihm und seinen zwei weiteren Kollegen vom Ordnungsamt wird über ein System Meldung gemacht, wer einreist und wer gegebenenfalls in Quarantäne muss. „In der vergangenen Woche haben wir rund 180 Fälle von Einwohnern gehabt, die in Ketsch aus unterschiedlichen Gründen in Quarantäne sein müssen, die Zahlen ändern sich natürlich täglich, denn gerade nach den Ferien oder Feiertagen ist das Thema Einreise etwas umfangreicher als sonst und auch vermehrte Infektionen treiben die Zahlen nach oben“, so der Leiter des Ordnungsamtes.

Meldung bei Regelverstößen

Doch wie gehen die Ketscher Ordnungsbeamte vor? „Wir prüfen stichprobenartig und fahren die Haushalte an. Dort versuchen wir jemand anzutreffen und falls niemand öffnet, versuchen wir es zu einem anderen Zeitpunkt wieder. Sollte sich der dringende Verdacht ergeben, dass jemand die Quarantäne nicht einhält, wird dies an das Landratsamt weitergemeldet und dort werden weitere Schritte eingeleitet. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass in der Zeit der Pandemie bisher der größte Teil der betroffenen Ketscher mit wenigen Ausnahmen, die ihnen auferlegten Quarantäneregeln sehr selbstverantwortlich eingehalten haben“, so Gerd Immel.

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Auf der Homepage der Gemeinde Ketsch unter www.ketsch.de gibt es weitere und stets aktualisierte Informationen zu den derzeitig gültigen Corona Verordnungen.

Freie Autorin Freie Journalistin für die Region Rhein-Neckar

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