Ferdinand-Schmid-Haus - Elke Noeske und Team produzieren Filme mit Biblische Erzählfiguren / Zehn Drehtage werden durch Corona erschwert Szene in Miniatur: Jesus zieht in Jerusalem ein

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Marco Brückl
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Elke Noeske drapiert eine Egli-Figur für die nächste Szene – über zehn Tage hinweg entstanden 20 Minuten Filmmaterial. © Noeske

Ketsch. Können Sie sich noch erinnern, wie viel ins Ferdinand-Schmid-Haus hineinpasst? Es wurde nun immerhin für zehn Tage für eine Filmproduktion geöffnet. Und Elke Noeske brachte insgesamt 100 biblische Erzählfiguren in Hauptrollen oder als Statisten in Position. „Wir haben Passionsgeschichten gedreht“, sagt Elke Noeske.

Egli-Figuren im TV

Die Sendetermine für „Himmel über Baden“ mit einem Beitrag über Ketsch ist im Rhein-Neckar-Fernsehen am Samstag, 30. Januar, um 15 Uhr, am Montag, 1. Februar, um 0 Uhr, am Dienstag, 2. Februar, um 7.30 Uhr und am Freitag, 5. Februar, um 0.30 Uhr zu sehen.

Weitere Termine, Baden TV: Samstag, 30. Januar, 6.30, 8.30 und 11 Uhr, Sonntag, 31. Januar, 8.30, 10 Uhr und 22.30 Uhr; Bibel TV: Montag, 8. Februar, 0.45 und 15.45 Uhr, Donnerstag, 11. Februar, 9 und 18 Uhr. mab

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Die Ehefrau von Pfarrer Christian Noeske ist prinzipiell Herrin über etwa 125 Figuren, vier Fünftel davon sind Egli-Figuren, wie die Filmstars nach ihren Erfindern auch genannt werden. Seit 20 Jahren sammelt und beschäftigt sich Elke Noeske mit biblischen Erzählfiguren. Für die Sequenz, wenn Jesus in Jerusalem einzieht, waren gleich 50 Figuren in Stellung zu bringen – auch ein Esel wollte eine Rolle einnehmen.

Auf einem mit Tischen aufgebauten etwa vier mal vier Meter großen Filmset produzierten Elke Noeske und ihre beiden Kollegen Szene für Szene. Seit 2016 bildet sie mit Regisseur und Produzent Gerhard Stahl aus Göppingen sowie mit Kameramann Lothar Heinrich aus Stuttgart ein eingespieltes Team. Gleichwohl sind in neun Stunden durchschnittlich zwei Minuten aufzunehmen. Das Team ist sehr anspruchsvoll, was die Details oder die Beleuchtung anbelangt. In den zehn Tagen in Ketsch wurden 20 Minuten Filmmaterial gedreht, von dem nicht gleich alles auf die mittlerweile vierte DVD geht. „Es liegt Material für zwei weitere DVDs vor“, sagt Elke Noeske, die mit ihrem Team auch nach Auftrag herstellte.

25 Kilogramm Vogelsand

Dieses Mal wurden die Produktionen freilich durch Corona erschwert. Zunächst war das Team dankbar, überhaupt ins Ferdinand-Schmid-Haus mit Sack und Filmpack einziehen zu dürfen. Beispielsweise gehören 25 Kilogramm Vogelsand hier dazu oder zirka drei Quadratmeter Natursteinfließen, die einen flotten Fußweg bildeten. 20 Tauben, die als Opfertiere im Tempel aufgescheucht wurden, waren dieses Mal nötig. Die Vögel zieren „im normalen Leben“ Hochzeitstorten. Noeske, Stahl und Heinrich machten vor den Drehtagen Corona-Schnelltests. Stündlich, der Wecker erinnerte daran, wurde im Ferdinand-Schmid-Haus gelüftet. Aufs Abstand halten wurde peinlichst geachtet. Wo sonst in einen Bildschirm geschaut wurde, waren nun drei zur Benutzung aufgebaut. Die Versorgungslage gestaltete sich schwieriger, schlicht zeitaufwendiger, jedenfalls sind die Gäste aus dem Schwäbischen nun eingehend mit der Ketscher Bestell-und-Abhol-Gastronomie vertraut.

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Die Filme auf DVD sind für Medienzentralen beispielsweise bestimmt. Schulen und Kindergärten können sie sich kaufen und in ihr pädagogisches Konzept einbauen. Auch Privatleute sind potenzielle Käufer. Dafür gibt es unterschiedliche Lizenzen. Im Falle der aktuellen Produktion wurde bereits ein Gehörlosenverband für eine Kinder-Gebärdenbibel zum Abnehmer.

Auch ein Filmteam vom Evangelischen Rundfunkdienst Baden kam in der Enderlegemeinde vorbei, um einen Bericht über die Dreharbeiten mit den Egli-Figuren zu machen. Der Bericht wird in mehreren Regionalsendern mehrfach ausgestrahlt. „Das Filmteam hat Aufnahmen von unserer Arbeit gemacht und uns drei jeweils zehn Minuten interviewt“, sagt Elke Noeske. Ab Samstag sei der Beitrag auch unter www.ekiba.de/youtube zu finden und dürfe fleißig geteilt werden.

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