St. Sebastian - Volkstanzgruppe bereichert den Seniorennachmittag zum Erntedankfest Was ein Brotlaib den Menschen wert ist

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gp
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Beim Seniorenwerk St. Sebastian im katholisches Pfarrheim zieht die Volkstanzgruppe unter der Leitung von Helena Moser (2. v. l.) die Blicke auf sich – mit „Mistress Applebee“ ist der Reigen überschrieben. © Lenhardt

KETSCH. So schmeckt der goldene Herbst: Neuen Wein, Zwiebelkuchen, anmutige Volkstänze sowie lustige und nachdenkliche Vorträge, lauter Genüsse für Leib und Seele bot der Seniorennachmittag seinen Gästen bei der Erntedankfeier.

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Zuerst zelebrierte Pfarrer im Ruhestand Walter Sauer eine Eucharistiefeier. Er erinnerte daran, dankbar für die Gaben Gottes zu sein und davon etwas weiterzugeben.

Im großen Saal des katholischen Pfarrheims eröffnete Annette Meixner mit Glückwünschen für die Geburtstagskinder, und alle sangen ein Ständchen. Das nächste Lied „Bunt sind schon die Wälder“ passte gut zur Jahreszeit. Nach dem Essen formierten sich 16 Frauen von der Seniorenwerk-Volkstanzgruppe auf der Bühne, und unter Leitung von Helena Moser zogen sie mit ihrem ersten Tanz „Mistress Applebee” alle Blicke auf sich. „Wir haben im Supermarkt eine Riesenauswahl an Lebensmitteln, füllen den Einkaufwagen und bezahlen. Sollen wir dafür noch danken, zumal wir unsere Waren bezahlt haben?“,gab Helena Moser zu überlegen.

Den Überfluss gibt es nicht überall, viele Menschen verhungern. Dagegen werden bei uns Lebensmittel verschwendet, weggeworfen. Viele Menschen sind an unserer Versorgung mit Nahrung beteiligt. „Aber da ist noch unser Schöpfer, der so viel gedeihen lässt“, erinnerte Helena Moser und empfahl, miteinander zu teilen, damit alle Menschen etwas zum Essen und Trinken haben.

Beschwingte „Mattinata“

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Beschwingt präsentierte die Volkstanzgruppe eine „Mattinata“, bevor Helena Moser fragte, welchen Wert für uns unser tägliches Brot hat. Um das zu ergründen, hatte ein Reporter mit einem Laib Brot Menschen in verschiedenen Städten der Welt befragt. In München wurde er ausgelacht, in New York wurde er von der Polizei vernommen. In Afrika wollten Menschen dafür drei Stunden arbeiten und in Neu Delhi wollten über hundert Menschen für das Brot einen ganzen Tag lang arbeiten.

Im Walzertakt führte die Volkstanzgruppe einen „Makedonka” vor, und dann machte Gisela Servatius Appetit auf frisch geerntetes Obst. „Riechst du es? Es duftet süß nach Apfelparadies mit zartem Frühlingsblütenduft und Früchtezauber in der Luft“, schwärmte sie als Apfelfrau und verteilte allen Besuchern rotbäckige Äpfel zum Reinbeißen.

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Um das Wörtchen „bitte“ ging es im Beitrag von Helena Moser. Auf die Forderung am Tisch „Gib mir Brot” erhielt Lili keine Antwort, auch auf „Ich will Brot“ nicht. Dazu erzählte die Mutter von einem Zaubergarten, wo das Tor abgeschlossen war. Hinüberklettern ging nicht, die Mauer wuchs ständig. Das Beil zum Einschlagen des Tores zerbrach, das Feuer verlosch. Jedoch ein Kind sagte: „Bitte!” – das Tor sprang auf, und das Kind ging in den Zaubergarten hinein.

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Gisela Servatius ermunterte die Senioren zur mehr Lebensfreude trotz so mancher Zipperlein und Gebrechen: „Nehmt alles nicht so wichtig, dann lacht wieder über allem die Sonne, denn das Leben ist doch eine Wonne.“ Die Seniorenwerk-Volkstanzgruppe verabschiedete sich mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ und die Senioren spendeten verdienten Applaus für die tolle Vorstellung. gp