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Lokale Agenda - „Ketsch fährt fair“ wieder in Aktion

Zwei Banner fordern „Dreißig ist genug!“

Von 
zg
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Ketsch. Um für partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr zu werben, wurden an den Ortseingängen wieder die auffälligen Schilder „Ketsch fährt fair“ montiert, teilt die Lokale Agenda mit. Zusätzlich fordern zwei Banner unter anderem mit „Dreißig ist genug!“ zum fairen Fahren auf. Ergänzt wird dies durch Artikel in den Ketscher Nachrichten Zusammen mit dem Jugend- und Seniorenbeirat wurde 2019 auch ein Video erstellt, das die Rücksichtnahme im Straßenverkehr thematisiert. Es ist für einige Wochen im Central Kino zu sehen und auch auf dem YouTube-Kanal der Lokalen Agenda ist das Video zu finden unter https://youtu.be/le-gj7SGmw8.

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Damit alle am Straßenverkehr Beteiligten gut miteinander auskommen und die negativen Seiten des Verkehrs (Lärm, Abgase, Unfallrisiken) reduziert werden, sollten alle mitmachen und sich fair verhalten. In einem Flyer werden die wichtigen Aspekte vorgestellt; er ist über http://www.ketsch-lokaleagenda.de/ erhältlich und wurde in der Gemeinde ausgelegt.

Rücksichtsloses Zuparken

Zur Erstellung des Flyers haben Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, Mitglieder des Senioren- und des Jugendbeirates sowie die Polizei mit den Mitgliedern der Agendagruppe bei einem Workshop Grundlagen erarbeitet. Dabei wurden einige unfaire Beispiele erfasst: Das rücksichtslose Zuparken der Gehwege, weshalb Mütter mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollator nicht vorbeilaufen können. Aggressives Verhalten durch Fahren über rote Fußgängerampeln oder Zebrastreifen ohne anzuhalten (generell zu schnelles Fahren und Vorfahrtsmissachtung, zu geringer Abstand zu Radfahrern und laufender Motor bei länger stillstehendem Pkw). Nicht nur unfair, sondern gefährlich ist es, wenn ein Fahrradfahrer ohne zu schauen vom Bürgersteig auf die Straße fährt oder Fußgänger einfach auf der Straße laufen, ohne auf Autos zu achten.

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Gute Beispiele für „Fairness“, also anständiges Verhalten sowie eine gerechte und ehrliche Haltung sind: Vorschriften einhalten, Rücksicht nehmen und vorausschauend fahren. Beim Fahren ist wichtig: Kein Handy am Steuer benutzen, kein Alkohol oder Drogen. Die Organisatoren würden sich freuen, wenn künftig mehr Respekt vor anderen Verkehrsteilnehmern und Anwohnern durch faires und umweltschonendes Verhalten gezeigt würde. Freundlichkeit und auch mal ein Dankeschön helfen ebenfalls weiter. Hohes Verkehrsaufkommen und die damit verbundenen Probleme sind hausgemacht. Es wäre schön, wenn sich viele veranschaulichen würden, dass weniger Autoverkehr diese Probleme reduzieren würde. Wünschenswert ist vor allem für kurze Wege das Umsteigen auf das Fahrrad oder Schusters Rappen. Auch die Nutzung der Linienbusse ist eine Möglichkeit, heißt es weiter.

Die Anzahl der Pkw in Ketsch ist zwischen 1991 und 2007 um rund 12 Prozent gestiegen, 2008 wieder acht Prozent gesunken und bis 2018 nochmals um 14 Prozent gestiegen. Mit 641 Pkw pro 1000 Einwohner lag die Enderlegemeinde 2018 um acht Prozent über dem Durchschnitt von Baden-Württemberg. Bis 2021 gab es einen weiteren Anstieg auf 661 Autos pro 1000 Einwohner. zg

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