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Bitte eine Kita für Ruheständler!

Renate Hettwer über Fallstricke für Ehepaare beim Renteneintritt

Von 
Renate Hettwer
Lesedauer: 

Wenn in Ehepaaren beide Partner in den Ruhestand eintreten, ist die Liste der Pläne für gemeinsame Unternehmungen erst meist lang: ausgedehnte Urlaube, radfahren, shoppen, kochen, Freunde treffen. Aber wie sieht die harte Wirklichkeit aus? Neulich traf ich ein paar Freundinnen, lange verheiratet, Kinder aus dem Haus, beide seit ein paar Jahren gut organisiert und zufrieden im eigenen Ruhestand. Und plötzlich war auch der Gatte rund um die Uhr zu Hause.

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„Die ersten Tage war es wie Urlaub, aber jetzt denke ich, das ist nicht mehr mein Mann, ein paar Mal habe ich an Scheidung gedacht. Ich komme vom Einkaufen nach Hause und will das Mittagessen vorbereiten: Schrank geöffnet, alles ist umgeräumt. Er sitzt stolz wie Bolle am Küchentisch und meint: ,Jetzt hast du es bei der Arbeit einfacher’“. Zum Einkaufen fährt die Freundin jetzt auch wieder alleine, der selbst ernannte Einkaufsmanager hat sie fast in den Wahnsinn getrieben – Einkauf, nur was auf dem Zettel steht, handeln an der Fleisch- und Wursttheke . . .

Arbeit für den Mann musste her. Zu reparieren gibt es ja immer etwas – leider nicht das, was nötig gewesen wäre. Fazit: „Wenn es eine Kindertagesstätte für Männer im Ruhestand geben würde, ich hätte ihn längst angemeldet.“

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Der anderen Freundin sah man die Sorgen im Gesicht an: Ihr Mann geht nächsten Monat in den Ruhestand. Aber sie hatte die Lösung: Nach der Eingewöhnungszeit ihres Mannes zu Hause geht sie wieder für ein paar Stunden in ihrem alten Job arbeiten.

Freie Autorin

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