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Box fürs Ungeliebte

Renate Hettwer hat für manche Geschenke einen Extraplatz

Von 
Renate Hettwer
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Haben Sie schon ihre Weihnachtsdeko für das nächste Weihnachtsfest verstaut? Und auch ihre Weihnachtsgeschenke ? Weihnachtsgeschenke? Ich meine die „Ungeliebten“. Sehe ich da ein Lächeln? In diesem Jahr bin von Geschenken und Aufmerksamkeiten solcher Art verschont geblieben, na ja, fast. Bis auf den Plastikelch, eingebettet in Plastiktannengrün und Süßem, habe ich mich über alles herzlich gefreut. Nicht, dass ich mich über „Ungeliebtes“ nicht freue. Da hat sich jemand für mich Gedanken gemacht. Jedes Geschenk kam ja von Herzen, oft aufwendig verpackt, worüber ich mich manchmal mehr gefreut habe. Da hilft nur das berühmte Pokerface.

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Aber ehrlich, was machen mit der giftgrünen Tischdecke mit Fransen, dem Messingübertopf oder der sicher teuren Weihnachtskugel in Pink?

Bekamen wir früher Besuch der Tante, holte meine Mutter aus dem Keller das bestickte Sofakissen von ihr hervor und wir Schwestern bekamen dringend angesagt, kein Wort darüber zu verlieren, wo es sonst schlummert.

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Heute habe ich eine Box, in der Ungeliebtes verschwindet und darauf wartet, wieder verschenkt oder vielleicht doch noch gebraucht zu werden. Irgendwann.

Kleiner Tipp: Klebezettel unbedingt dafür verwenden, von wem und wann man das Geschenk bekommen hat. Sonst geht es Ihnen wie mir vor Jahren, als ich eine Kristallschale mit Löwenfüßen, gefüllt mit Süßem, weiterverschenkte. Große Freude, siehe oben, aber am Gesichtsausdruck der Beschenkten war alles abzulesen – sie hat sicher auch eine Box.

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