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Bratkartoffeln mit Goldrand

Von 
Renate Hettwer
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Haben Sie auch ihr „Gutes Geschirr“ für das Familienessen an Weihnachten aus dem Schrank geholt? Denke ich an meine Kindheit zurück, gab es nicht nur das gute Geschirr, wenn Besuch kam. Nein, es gab auch die guten Schuhe, die ständig drückten, weil sie nur für gut angezogen wurden. Dann noch die Sonntagskleidung, auch nur für gut. Und ganz früher bei Oma gab es noch die gute Stube. Dort wurde nur geheizt, wenn etwas Besonderes gefeiert wurde, Pfarrer oder Bürgermeister zu Besuch kamen.

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Und wie ist es eigentlich heute? Sehe ich da ein Schmunzeln? Richtig, die guten Sachen werden nur fürs Büro angezogen, die guten Schuhe nur für besondere Gelegenheiten. Da hat sich eigentlich nicht viel verändert.

Und Weihnachten? Wurden wieder das gute Geschirr, die guten Gläser und das gute Besteck aus dem Schrank geholt, entstaubt und poliert. Der ganze Stolz der Hausfrau?

Ehrlich, ich habe endlich damit aufgehört, all das schöne Porzellan, das „gute“ Besteck und die „guten“ Gläser nur wenige Mal im Jahr zu benutzen. Vielmehr habe ich hier und jetzt jeden Tag die Freude, ganz nobel meine Bratkartoffeln oder meinen Salat von einem Goldrandteller oder meinen Hefezopf vom Kaffeegedeck, das mit dem großen Blumennamen, zu genießen.

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Dazu habe ich all die schönen Erinnerungen, die mit dem Geschirr verbunden sind. Taufe, Konfirmation und Hochzeit der Tochter, Oster- und Weihnachtsessen. Kamen Freunde und die Familie an Geburtstagen zu Besuch, hatten die Kristallgläser ihren Auftritt.

Denken Sie daran, wenn sie demnächst das „gute Geschirr“ aus dem Schrank holen. Gönnen Sie sich selbst das Besondere. Ihr sicher wunderschönes und edles Geschirr hat es verdient, viel öfter zu Ihrer Freude zum Einsatz zu kommen. Ein gutes Neues Jahr!

Freie Autorin

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