Neue Ortsmitte - Volksbank Kur- und Rheinpfalz stellt ihre neue Filiale in der St. Leoner Straße vor / Rund 800 000 Euro in Standort investiert Deutliches Zeichen für Präsenz vor Ort

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Andreas Wühler
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Freude über die neue Filiale (v. l.): Ex-Vorstandsmitglied Heinz Kuppinger, Vorstandsmitglied Till Messmer, Aufsichtsrat Reinhard Oelbermann, Regionaldirektor Mark Eisinger, Vorstandssprecher Rudolf Müller, Vorstandsmitglied Winfried Szkutnik und Vorstandsmitglied Dirk Borgartz sowie Bürgermeisterstellvertreter Norbert Jakobi. © Lenhardt

Neulußheim. Von einem Bekenntnis zur Fläche und zur Gemeinde sprach Vorstandssprecher Rudolf Müller von der Volksbank Kur- und Rheinpfalz bei der offiziellen Eröffnung der neuen Filiale in der St. Leoner Straße, in der neuen Ortsmitte. In der heutigen Zeit, in der bei allen Banken-Gruppen eher von einem Abbau der Standorte zu hören sei, würde die Volksbank mit ihrer Investition ein deutliches Zeichen setzen, betonte der Vorstandssprecher gegenüber den zahlreichen Gästen, die sich zu der kleinen Feierstunde eingefunden hatten, darunter Bürgermeisterstellvertreter Norbert Jakobi, zahlreiche Mitglieder des Vorstands der Volksbank und der am Bau beteiligten Handwerker.

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Für sein Haus, das in Speyer seinen Sitz hat, habe das Geschäft auf der badischen Seite eine große Bedeutung, unterstrich Müller und bescheinigte dem rechtsrheinischen Teils des Einflussbereichs der Volksbank Kur- und Rheinpfalz eine sehr gute Infrastruktur hinsichtlich der Ausstattung mit Filialen. Immerhin, die badische Seite trägt rund 40 Prozent zum Gesamtvolumen seiner Bank bei, „eine stolze Zahl“, wie der Vorstandssprecher festhielt. Was zeige, dass die Investitionen der Vergangenheit gut gewesen seien, erfüllt es Müller mit Stolz, mit Baden ein wichtiges Standbein im Haus zu haben.

Renovieren oder Neubau?

Müller erinnerte an die Anfänge seines Hauses in der Gemeinde, in der die Volksbank seit Anfang der 80er Jahre in der Waghäuseler Straße angesiedelt war. Um das Jahr 2008, 2009 herum seien dann erste Überlegungen angestellt worden, wie es in der Gemeinde weitergehen soll. Renovieren oder Neubau seien die die Fragen gewesen, die im Raum standen, erinnerte Müller und wies zugleich auf die Punkte hin, die gegen den damaligen Standort sprachen – „zu groß und kaum Parkplätze“.

Da traf es sich gut, dass zur gleichen Zeit in der Gemeinde über die neue Ortsmitte diskutiert wurde. Ein Thema, das von Bürgermeister Gunther Hoffmann forciert wurde, mit dem sich die Bank schnell einig war: „Wir wollten Flagge zeigen und haben gleich gesagt, wir sind mit an Bord“, sprach Müller von einem klaren Signal. Und mit dem früheren Vorstandsmitglied Heinz Kuppinger hatte Müller auch gleich den „Motor des Neubaus“ benannt.

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Als Bürger und Gemeinderat sei er obendrein nahe am Geschehen gewesen und habe im Vorstand für das Projekt geworben. „Die Ampel stand auf Grün“, die Volksbank war bei diesem „sinnvollen Vorhaben der Gemeinde“ mit dabei, wie Müller die neue Ortsmitte bezeichnete.

Allerdings, bis zur Einweihung sollte noch einige Zeit vergehen, habe die Bank einen nicht einfachen, holprigen Weg zurücklegen müssen, erinnerte Müller an langwierige Planungen. Die ersten Pläne für die neue Ortsmitte mit seiner Ladenzeile zur Straßenseite hin, seien zu wuchtig gewesen, der zweite Anlauf, diesmal in U-Form, habe gleichfalls nicht überzeugt und erst die dritte Lösung, sechs Baukörper, die eine angenehm leichte Bebauung bilden, sei es gewesen. Müller bezeichnete das Projekt als eine Aufwertung für den Ort und mit der neuen, hellen und einladenden Filiale auch für sein Haus.

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Rund 170 Quadratmeter umfasse die neue Filiale, rechnete Müller vor und bezifferte die gesamte Investition auf rund 800 000 Euro. „Eine stolze Summe, aber durchaus im Rahmen vergleichbarer Investitionen.“ Dem Team vor Ort gratulierte er zum reibungslosen Umzug von der alten in die neue Filiale und zeigte sich von den geschaffenen Geschäftsräumen samt der ansprechenden Einrichtung sehr angetan. Beratungszimmer und Service-Inseln würden für das Gespräch mit den Kunden bereitstehen, insgesamt seien sechs Arbeitsplätze geschaffen worden.

Zeichen stehen auf Wachstum

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Die Neulußheimer Filiale stehe für ein Kundenwertvolumen von rund 90 Millionen Euro, 40 Millionen Kundengelder und gut 50 Millionen an Einlagen und Wertpapieren, rechnete Müller vor und kündigte schmunzelnd an, was der Vorstand von der Filiale für das nächste Jahr erwarte – „100 Millionen Kundenwertvolumen“. Was mit dem engagierten Team vor Ort wohl zu schaffen sei, immerhin habe die Volksbank in Neulußheim einen Marktanteil von 40 Prozent, seien von den 3500 Kunden gut 2000 Mitglieder der Genossenschaftsbank.

Als Bank der Region habe man darauf geachtet, das örtliche Handwerk in die Ausführung einzubeziehen, dankte Müller den anwesenden Firmenvertretern.

Bürgermeisterstellvertreter Norbert Jakobi sprach angesichts der überall zu beobachtenden Schließung von Bankfilialen von einem guten Zeichen für die Gemeinde. Die neue Ortsmitte, von Gemeinderat und Verwaltung stets wohlwollend begleitet, sei eine Belebung für die Gemeinde.

Stolz auf die Entwicklung, die die Volksbank vor Ort genommen hat, zeigte sich der Hockenheimer Regionaldirektor Mark Eisinger, der sich als Neulußheimer noch gut an die Anfänge in der Waghäuseler Straße erinnern kann, „da habe ich noch mein Sparschwein hingetragen“.

Anschließend war Zeit, mit einem Glas Sekt auf die neue Filiale anzustoßen, und die Bürger hatten die Gelegenheit, sich die neuen Räumlichkeiten anzuschauen und das Gespräch mit den Mitarbeitern der Volksbank zu suchen.

Redaktion Zuständig für die Verwaltungsgemeinschaf