Kunst - Dieter Scheck hat einen Schuh aus Pappelholz geschaffen / Ein Paar High Heels sind als nächstes Werk schon in Arbeit Ein formvollendetes Unikat

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mey
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Dass dieser Schuh aus Holz ist, kann man auf den ersten Blick gar nicht erkennen. Geschaffen hat ihn der Neulußheimer Künstler Dieter Scheck. © Scheck

Neulußheim. Schön anzuschauen, aber nicht zu tragen, ist ein Schnürschuh der Marke Eigenbau, den der Neulußheimer Künstler und Kunsthandwerker Dieter Scheck in diesen Tagen kreierte. Corona machte es möglich, da die Bundeskunstausstellung der Stiftungsfamilie Beamtenselbsthilfewerk (BSW) und Eisenbahn-Waisenhort (EWH) vom 25. April bis 20. Mai in Karlsruhe, für die sich Scheck erneut qualifiziert hatte, wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde.

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Das eröffnete Scheck zeitliche Freiräume, die der kreative Autodidakt nutzte, um neue Gemälde und Objekte zu fertigen. Eines davon ist der Schuh aus Pappelholz. Ein formvollendetes Unikat, an dem der unter dem Pseudonym „Hugeno“ bekannte Künstler aus Leidenschaft mehrere Tage arbeitete, um aus einem groben Stück Holz ein kleines Kunstwerk zu schaffen.

Vorausschauend denkt der Künstler an eine zahlenmäßig begrenzte Serie, mit der er sich bei der nächsten Landesausstellung der Stiftungsfamilie bewerben und für die anschließende Bundesausstellung qualifizieren will. Bereits in Arbeit befinden sich ein Paar High Heels, die schon Marlene Dietrich bei öffentlichen Auftritten gerne trug.

Bis zur Fertigstellung des Schnürschuhs waren zahlreiche Arbeitsschritte zu bewältigen. So galt es zunächst, Skizzen zu zeichnen und Schablonen für die Schuhsohlen anzufertigen. Danach kamen unter anderem Schieblehre, Stichsäge, Drechselmaschine, Bandschleifer, Kreissägeblatt, Kugelfräser und andere Holzbearbeitungsmaschinen zum Einsatz. Um die Konturen passgenau herauszuarbeiten, wurde also gesägt, gebohrt, gefräst, entgratet, grob geraspelt und fein geschliffen. In einem letzten Arbeitsschritt wurde die Schuhsohle mit Absatz verleimt.

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Nicht fehlen dürfen bei einem derartigen Aufwand die Herstellernachweise. So hat „Hugeno“ seitlich in den Schuh seine Signatur gefräst und in der Schuhsohle sein Siegel hinterlassen. Wegen der Corona-Pandemie sind die Kunstwerke derzeit nur im Atelier des Künstlers zu besichtigen. mey

Info: Weitere Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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