Musikverein Harmonie - Adventskonzert mit klassischen Elementen, rockigen Klängen und gerne gehörten Gassenhauern Große Klangfülle im Gotteshaus

Von
Marion Brandenburger
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Muszierte voller Spielfreude: Der Musikverein Harmonie überzeugte beim Konzert in der evangelischen Kirche.

© Brandenburger

Neulussheim. Das stürmische Wetter hielt die Neulußheimer nicht ab, den Weg in die evangelische Kirche zu finden. Dorthin hatte der Musikverein Harmonie zum Adventskonzert eingeladen. Warmes Licht empfing die Besucher im Inneren des schönen Gotteshauses.

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Dirigent Thomas Sturm (Trompete) eröffnete zusammen mit Gerhard Müller an der Orgel mit einem Intermezzo das Konzert. Gleich darauf füllte das Orchester die Kirche mit dem Stück "United in Harmony" mit breiter Klangfülle und gab einen Vorgeschmack auf wunderschöne Orchestermusik. Klassische Elemente waren ebenso im Programm zu finden wie Pop-, und Rocksongs. Legendäre Popularmusik für Blasorchester aufbereitet, zeigte die Spielfreude der Musiker, die willig ihrem Dirigenten folgten.

"The Glory of Love" folgte und bei "James Last in Concert" wurden klassische Elemente wie zum Beispiel der "Türkische Marsch" von Mozart in einem Medley arrangiert. Das Publikum hörte sozusagen Gassenhauer der klassischen Musik im James-Last-Stil.

Das Orchester präsentierte das französische Chanson "Cent Mille Chansons" von Frida Boccara, die 1969 den Grand Prix de la Chanson gewann. Diese und andere Informationen erhielten die Zuhörer von Moderator Andreas Sturm, der kurz und prägnant durch das Programm führte.

Lesung wider die Hektik

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Lesungen zum Advent sollten auch nicht fehlen. Da Pfarrerin Katharina Garben erkrankt war, übernahm diesen Part Julia Oberst. Sie hatte nachdenkliche Texte ausgesucht, in denen es mal um die Hektik und den Konsumterror in der Adventszeit ging, ein anderes Mal um Kleinigkeiten, die für manche eine große Bedeutung hatten.

Muzio Clementis "Sonatina" im ersten und dritten Satz brachte das Holzbläserensemble, bestehend aus Kristin Waßmer, Carina Sattelberger, Ellen Meynerts, Doris Ehringer und Ingrid Kaiser zu Gehör. Die bekannte Melodie, eigentlich für Klavier geschrieben, kennt jeder Musikschüler. Mozart gefielen Clementis Kompositionen so gut, dass er Teile in seine "Zauberflöte" integriert hatte.

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Nun war es Zeit für Gerhard Müller an der Orgel. Michael Jacksons "Heal the World" präsentierte er großartig auf dem Kircheninstrument. Das darauf folgende "Music" von John Miles hatte Müller eigens für die Orgel umgeschrieben und er brachte es tatsächlich fertig, die Anklänge von Rockband und Streichorchester, welche dieses Stück ausmachen, auf die Orgel zu übertragen. Die Zuhörer sparten nicht mit Applaus während des ganzen Konzertes.

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Nicht so ganz in das eher modern angehauchte Programm wollten die "Alpenländischen Weisen" passen. Gerade nach dem fulminanten Orgelspiel wirkten die drei Stücke leider etwas verloren. Schlussendlich wurden sie aber von Ingbert Thorn, Bernd Heinrich, Jürgen Waßmer und Jörg Zöller perfekt dargeboten. Weiter ging es mit "Oh happy Day", dem sicherlich bekanntesten Gospel. Das Orchester durfte sich wieder ganz ausleben - vom Piano bis zum Forte. Unvergesslich sind die Songs von Eric Clapton, vier davon waren unter dem Titel "The Cream of Clapton" zusammengefasst. Wer kennt nicht "Tears in Heaven", einen der berührendsten Songs, die je veröffentlicht wurden. Genauso legendär ist inzwischen "You raise me up", welches von den Musikern mit viel Gefühl gespielt wurde.

Fröhliche Weihnachtslieder in einem Potpourri bildeten den Abschluss des Konzertes zum 1. Advent. Es gab langanhaltenden Applaus für knapp eineinhalb Stunden Kurzweil, in denen man sich ganz auf die Musik konzentrieren konnte und die Ruhe fand, die eigentlich in der Adventszeit so wichtig wäre. Mit einem gemeinsamen Weihnachtslied verabschiedete das Orchester seine Gäste.