Evangelische Kirche - Eindrucksvolle geistliche Abendmusik Klare Klänge erinnern an Luther

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Mit Luthers "Ein feste Burg ist unser Gott" eröffnete der evangelische Kirchenchor die "Abendmusik" im Neulußheimer Gotteshaus.

© Oechsler

Neulussheim. Ein grandioses Konzert auf dem Weg zum 500. Jahrestag der Reformation 2017 war der Beitrag der evangelischen Kirchengemeinde zum Jahr der Kirchenmusik. "Die Reformation hat den Menschen viel Licht und Klarheit gebracht, und das, was Martin Luther bewirkt hat, ist nicht zu übersehen", betonte Organist Gerhard Müller.

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So war es auch Luthers "Ein feste Burg ist unser Gott", mit dem der Kirchenchor unter Leitung von Kantorin Walburga Schäfer und seinem bekannt harmonischen Klangkörper die Zuhörer zur Einstimmung in den frühen Abend "abgeholt" hat. Ein festlicher Auftakt der instrumentalen Parts war der temperamentvolle Marsch aus Georg Friedrich Händels Oratorium "Hercules" mit Gerhard Müller an der Orgel und Thomas Drieß mit klarer Trompete.

Klaus Eisenmann hatte den hervorragenden Trompeter aus seinem Stamitz-Orchester engagiert, der im triumphalen ersten Satz der Suite in D-Dur von Edward H. Tarr wie auch dem zweiten pastoralen Satz und den unterschiedlichen Rhythmen des dritten Satzes sowie dem festlichen vierten Satz überzeugte.

"Ich will den Namen Gottes loben" von Johann Sebastian Bach brachten Chor und Organist zu Gehör, bevor Miriam Eisenmanns Altflöte, begleitet von Ehemann Klaus Eisenmann an der Orgel, eine warme Klangfarbe in das Kirchenschiff hineinbrachte. Nach "Jesus bleibet meine Freude" des Chors korrespondierten die Trompete von Thomas Drieß und die Orgel von Gerhard Müller in Tomaso Albinonis Sonate in C-Dur.

"Traumhaft schön"

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Ein letzter Beitrag des Kirchenchors mit Johann Sebastian Bachs "Nun lasst uns Gott dem Herren" wurde abgelöst von Henry Purcells Moderato-Allegro aus der Trompetensonate, mit Thomas Drieß' reiner und klarer Intonation sowie dem Orgelspiel von Gerhard Müller.

Anhaltender Beifall des Publikums war die Belohnung für diese Abendmusik auf hohem Niveau. Von "traumhaft schön" bis "einfach wunderbar" kamen von Zuhörern Kommentare zu diesem musikalischen Leckerbissen, der wahrlich besser besetzte Kirchenbänke verdient hätte. gj