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Arbeiterwohlfahrt

Kleiderstube entwickelt sich zur Anlaufstelle der schnellen Hilfe

Bei der Hauptversammlung ist die Erleichterung über das Ende der Corona-Beschränkungen spürbar

Von 
rhw
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Neulußheim. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) – ein kleiner Ortsverein aber mit einem Engagement, als wäre es eines der größten – hatte zu seiner Hauptversammlung eingeladen. Vorsitzende Renate Schöner freute sich, gleich vier weitere Mitglieder zu begrüßen und ihnenein Willkommensgeschenk zu überreichen.

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Renate Schöner ging in ihrem Geschäftsbericht auf die Aktivitäten des Ortsvereins ein. Trotz der Einschränkungen durch Corona blicke die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Neulußheim auf ein gutes Geschäftsjahr. Im Frühjahr 2021 entschloss man sich Corona-bedingt, die Kleiderabgabe unter Hygieneeinhaltungen nach draußen auf den Vorplatz der Awo zu legen. Das Lager platze nämlich aus allen Nähten. Im Herbst musste man wieder schließen. Annahmen und Abgaben bei dringend benötigten Sachen wurden telefonisch und persönlich geregelt. Einzig der Ferienspaß und die Jahreshauptversammlung standen im Terminkalender. Kerweveranstaltung und Weihnachtsfeier fielen aus. Auf Initiative der Awo-Baden backten die Awo-Bäckerinnen für die Flutopfer im Ahrtal Weihnachtsgebäck.

Arbeitsintensives Ehrenamt

Die Annahme und Abgabe von Kleiderspenden ist eines der aufwendigsten Aufgaben des Ortsvereins, so Renate Schöner. Wie viel Tonnen Kleidung seit Beginn der Idee, 2010 eine Kleiderstube einzurichten, verschafft wurde, kann man heute nicht mehr sagen. 2016 zog man von der Alten Schule ins Feuerwehrhäusel neben dem Rathaus um. Hier dankte sie der Gemeinde mit Bürgermeister Hoffmann für die Überlassung der Räumlichkeiten und die Möglichkeit, mit den vielen engagierten Ehrenamtlichen die Kleiderstube zum wichtigen Anlaufpunkt zum Bringen und Abholen von Kleidung und anderen Gegenständen zu machen.

Am Ende ihres Berichts dankte Renate Schöner allen tatkräftigen Helfern für den Zusammenhalt und das ehrenamtliche Engagement, das sich auch darin zeigte, dass bei Notfällen sofort die Bereitschaft da war, aus der Kleiderstube heraus zu helfen. Dass die Awo im Gespräch und in der Presse blieb, dafür dankte sie Renate Hettwer. Große Hilfestellung kam stets aus der Gemeindeverwaltung, so Schöner, die die Helfer immer mit den neuesten Verordnungen auf dem Laufenden hielt.

Nach dem Kassenbericht von Barbara Schwarz, der einen leichten Überschuss bei den Finanzen verzeichnete, waren die Kassenrevisoren Renate Hettwer und Bernd Weber an der Reihe, ihren Prüfungsbericht abzugeben. Sie bescheinigten eine ordentliche und nachvollziehbare Kassenführung. In der Aussprache wurde gelobt, dass alle Einnahmen der Kleiderstube sozialen Zwecken zugeführt werden.

Worte der Dankbarkeit für zehn Jahre Mitgliedschaft sprach Renate Schöner für Karin Horchheimer, Uschi und Bernd Weber aus. Vier Jahre stand Karin Horchheimer dem Ortsverein vor. In diese Zeit fiel der Umzug vom Alten Schulhaus in die neue Begegnungsstätte in der Kirchenstraße und das 50-jährige Jubiläum des Ortsvereins. Mit ihr verbindet man auch die Aktion an der Kerwe mit ihrer „Schees“ als Kerweschlumpel. Für all das bleiben dem Ortsverein mit Karin Horchheimer die besten Erinnerungen.

Nachfolgerin gesucht

Es tue gut Uschi Weber als zweite Vorsitzende an ihrer Seite zu haben, so Schöner. Als unermüdliche Schafferin für die Kleiderstube trägt sie zum erfolgreichen Bild der Awo bei. Unterstützt durch ihren Mann Bernd, der sich um das viele Altpapier kümmert. Mit Geschenken und Urkunden dankte Renate Schöner allen drei Jubilaren für ein Jahrzehnt Engagement für eine gute Sache.

Sie wünschte sich, dass für sie bis zur nächsten Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen vielleicht eine Nachfolgerin gefunden wird. rhw

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zg
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