Markus-Schule - Grundschüler nehmen an Sicherheitstag teil / Besonders während dunkler Jahreszeit ist es wichtig, auf der Straße gesehen zu werden Leuchtende Kleidung und Vorsicht helfen weiter

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Maren Ryll
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Die Straße ist frei: Dann dürfen Isabella und Elia mit dem Polizisten Bruno Bopp von der Jugendverkehrsprävention Heidelberg, die Straße überqueren. © Ryll

Neulussheim. „Zuerst wird nach links, nach rechts und dann noch mal nach links und rechts geschaut. Erst wenn dann kein Auto kommt, dürft ihr die Straße überqueren!“, gibt Polizist Bruno Bopp Anweisungen an die Grundschüler der Markus-Schule.

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Jährlich nimmt die Schule an dem sogenannten Sicherheitstag teil. Die Schüler werden dabei auf die verschiedenen Situationen im Alltag und Straßenverkehr aufmerksam gemacht und trainieren das richtige Verhalten und Handeln, wie Sekretärin Andrea Fink mitteilt. Dabei durchlaufen alle Klassen verschiedene Stationen. Die Erstklässler lernen, wie man mit fremden Personen umgeht und absolvieren ein Straßentraining mit der Jugendverkehrsprävention Heidelberg, vertreten durch Bruno Bopp.

Die Schüler der zweiten Klassen sehen stattdessen einen Film über das Verhalten während des Straßenverkehrs, bei dem sie entscheiden müssen, ob in den Situationen richtig oder falsch gehandelt wird. Die Dritt- und Viertklässler nehmen am Erste-Hilfe-Kurs teil und lernen unter anderem die stabilen Seitenlage kennen. Auch bekommen sie die Abläufe in einem Rettungswagen erklärt.

Bruno Bopp erklärt den Erstklässlern zunächst, dass sie nie mit fremden Menschen mitgehen dürfen, auch wenn sie sehr nett sind. „Als fremde Leute bezeichnet man grundsätzlich alle, die nicht mit einem verwandt sind“, erzählt der Polizist und ergänzt, „wenn eure Eltern aber sagen, dass ihr mittags von eurem Nachbar abgeholt werdet, ist das kein Problem.“

Verkehrsweste wird empfohlen

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Die Regel ist also: Die Kinder dürfen nur von Verwandten abgeholt werden, außer die Eltern haben vorher ihre Kinder informiert. Wenn dann doch ein Kind von einem Fremden angesprochen wird, am Besten sofort weglaufen oder sich an eine Notinsel wenden, um dort Hilfe zu suchen (wir berichteten), empfiehlt Bruno Bopp. Vor allem in der dunklen Jahreszeit sei es wichtig, dass die Kinder rechtzeitig gesehen werden. Mittlerweile besitzen die Meisten Schulranzen-Reflektoren, diese reichen jedoch nicht aus. „Man wird das Kind dann nur aus 20 Meter Entfernung sehen“, weiß Bruno Bopp. Deutlich besser sei hier das Tragen von Verkehrswesten, diese würde man bereits von 100 Meter Entfernung sehen.

Generell gilt es, eine Straße möglichst schnell und auf geradem Weg zu überqueren. Dabei sollten die Kinder möglichst eine Ampel, einen Zebrastreifen, eine Schutzinsel, eine Brücke oder einen Tunnel benutzen. Wenn diese Querungshilfen nicht verfügbar sind, ist es wichtig, sich ordnungsgemäß zu verhalten, wie Polizist Bopp erklärt. Die Kinder dürfen sich nie hinter einen Transporter stellen, sie seien zu klein und können schnell übersehen werden.

Verhalten wie eine Schildkröte

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Stattdessen sollten sie vor einem Auto stehen und ähnlich wie eine Schildkröte den Kopf rausstrecken. Dann wird nach links und rechts geschaut und zum Vergewissern ein zweites Mal. Erst wenn dann kein Auto oder Fahrrad in der Nähe ist, darf die Straße überquert werden. „Es ist ganz toll, dass wir das heute an einer Straße geübt haben, auf der viel Verkehr ist, denn wie man sich an einer Ampel verhält, das wissen die meisten Schüler“, sagt Klassenlehrerin Kornelia Pauls.

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Zum Abschluss des Sicherheitstags laufen alle Klassenlehrer mit ihren Klassen und der Unterstützung von Eltern durch den Ort und verinnerlichen das Gelernte.