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Evangelische Kirchengemeinde - Gemeinsam-statt-einsam-Team feiert Abschluss der diesjährigen Bewirtungsreihe

Mal selbst am gedeckten Tisch sitzen

Von 
rhw
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Zum Abschluss des Projekts „Gemeinsam statt einsam“ besucht das Team die Großherzogliche Grabkapelle in Karlsruhe. Fach-kundig erläutert Koch und Konservator Dr. Ralf Wagner (3. v. r.) die Geschichte. © Hettwer

Neulußheim. Kultur und Genuss sind eine gute Kombination. Das Gemeinsam-statt-einsam-Team unter der Leitung von Gerda Schellenberger, Dr. Ralf Wagner und Pfarrerin Katharina Garben hatten vor ein paar Wochen noch im evangelischen Gemeindehaus für den Genuss der zahlreichen Gäste gesorgt. Nun hieß es für das Team, das mit vier Autos Richtung Karlsruhe fuhr, zuallererst „Kultur erleben“.

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Dr. Ralf Wagner, nicht nur ausgebildeter exzellenter Koch, sondern beruflich Konservator für Schloss und Gartenarchitekturen Schwetzingen, Schloss Bruchsal sowie Projektleiter „Schöne Zimmer Schloss Weikersheim“, hat mit der Großherzoglichen Grabkapelle Karlsruhe ein neues Projekt erhalten, das er seinem Team zeigen wollte.

Die Grabkapelle befindet sich in der Abgeschiedenheit des tiefen Waldfriedens im Hardtwald in der Verlängerung des sichtbaren Residenzschlosses. Eigentlich ist sie unschwer zu finden, befindet sie sich doch fußläufig etwas vom KSC-Stadion entfernt im Wald.

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Im dazu gehörigen Besuchszentrum, dem Wächterhaus ganz im Schwarzwaldstil gebaut, beginnen donnerstags bis sonntags von 13 bis 16 Uhr Führungen. Hier war Ralf Wagner in seinem Element. Mit allen wichtigen historischen Begebenheiten zog er das Team in seinen Bann.

Heizung mit Daimlermotor

Im kleinen aber feinen Museum hochinteressante Details zur Einstimmung auf die nachfolgende Besichtigung, der Begräbnisstätte von fünf der insgesamt sieben Großherzöge von Baden und Familienangehörigen. Das Großherzogspaar Friedrich I. und Luise von Baden ließen 1889 bis 1896 ein kunstvoll ausgestattetes Mausoleum für ihren früh verstorbenen jüngsten Sohn Ludwig Wilhelm errichten. Das monumentale neogotische Bauwerk beeindruckte das Team. Luise von Baden ließ sogar eine Heizung mit Daimlermotor in Kirche und Gruft einbauen.

Drei marmorne Kenotaphen (Scheingräber) zeigen in der lichtdurchfluteten Kirche den entschlafenen Prinzen Ludwig Wilhelm in seiner Uniform und zum Andenken seine Eltern Friedrich I. und Luise von Baden. Im steinernen Kreuzrippengewölbe der Gruft bewachen sechs Engel die dort Beigesetzten. Hier ruhen auch die Söhne und Geschwister von Großherzog Friedrich I. sowie weitere 15 Särge von Mitgliedern des Hauses Baden. Mit dem Tod von Großherzogin Hilda fand 1952 die letzte Beisetzung in der Grabkapelle statt. Zum 100. Todestag von Luise von Baden sind am 23. April 2023 Feierlichkeiten geplant.

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Nach der Kultur kam der Genuss. Geplant war ein Mittagessen im Biergarten der Brauerei Höpfner, das aber wegen des schlechten Wetters in die Innenräume der Gaststätte verlegt wurde. Hier ließen das Team das Gesehene und Gehörte noch einmal Revue passieren und genossen, auch einmal am gedeckten Tisch zu sitzen. Einig war man sich auf jeden Fall: Für Januar 2023 freut sich das motivierte Team schon heute, erneut zu „Gemeinsam statt einsam“ einzuladen. rhw

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