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SPD-Ortsverein

Neulußheimer Ferienkinder erkunden den Kriegbach: Was tummelt sich im Wasser?

Mit Ferienkindern auf Exkursion am Kriegbach

Von 
Renate Hettwer
Lesedauer: 
Begrüßung durch das Team des Ökomobils Charlotte Backes (hinten, v. l.), Amelie Krell, Milana Alvarez und Jule Zimmermann sowie durch Hanspeter Rausch vom SPD-Ortsverein. © Hettwer

Neulußheim. Wie immer ist das Angebot des SPD-Ortsvereins für Neulußheimer Ferienkinder, wenn es um die Kriegbach-Exkursion geht, heiß begehrt. Deshalb hatte man für die kleinen „Gewässerforscher“ zwei Termine angeboten. Zusammen die Vielfalt der Natur erforschen, die scheinbar vertraute Umgebung und Wissenswertes und Erstaunliches entdecken.

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Denn was man kennt und schätzt, kann man auch schützen. Unter diesem Motto des Teams des Ökomobils und des SPD-Ortsvereins, der schon vor 20 Jahren einen Ferienspaß mit einer verkleinerten Form des Ökomobils anbot, lud der Ortsverein ein.

Ausgestattet mit Gummistiefeln und entsprechender Neugierde kamen die kleinen Forscherinnen und Forscher an den Treffpunkt Grillhütte. Da stand das riesengroße Ökomobil, das fahrende Naturschutzlabor. Jeden Tag ist es in Baden-Württemberg im Einsatz und man war erfreut zu hören, dass es bald ein zweites Fahrzeug geben wird. Jule Zimmermann (Master in Landschaftsökologie), Charlotte Backes (Master in Umweltpädagogik), Praktikantin Milana Alvarez und Amelie Krell (FÖJlerin) vom Regierungspräsidium und Diplombiologe Hanspeter Rausch vom SPD-Ortsverein begrüßten die Ferienkinder.

Das Ökomobil ist quasi ein fahrendes Klassenzimmer mit Laborausstattung und so war es kein Wunder, dass es die Kinder kaum erwarten konnten, mit den nassen Vorarbeiten im Kriegbach für die späteren Untersuchungen beginnen zu können.

Nach ein paar erklärenden Worten und der Bitte, Achtsamkeit für die Natur und ihre kleinen Lebewesen zu haben sowie einem Erkennungsspiel, was es für Tiere am Gewässer gibt, ging es zu einem flachen Uferabschnitt des Bachs. Am Tag zuvor hatte es den ersten Regenschauer seit Langem gegeben und der Kriegbach hatte sich ein wenig gefüllt.

Mit dem Netz auf der Suche

Im Zweierteam und immer mithilfe des Ökomobilteams wurde mit Köchern nun akribisch jeder Zentimeter des Gewässers nach Tieren abgesucht und es dauerte nicht lange, bis die Ersten fündig wurden. Vorsichtig wurde der kostbare Inhalt in die Wasserschalen geschüttet. Hochmotiviert waren sie kaum aus dem Wasser zu bekommen. Was machte es da, wenn mal ein Gummistiefel mit Wasser volllief oder der Hosenboden schmutzig wurde. Alles, bis auf die kleinen Fische, wurde sorgfältig eingesammelt und in den flachen Wasserschalen zum Laborwagen gebracht.

Hier konnten die Tiere mithilfe von Lupen und Mikroskopen bestimmt werden. „Huch, sieht der Wasserläufer unter dem Mikroskop aber riesig aus“, so eine kleine Forscherin. Und was es da alles zu bestaunen gab. Wasserschnecken, die ihre Füße aus dem Gehäuse streckten, kleine Libellenlarven, eine Köcherfliegenlarve oder Eintagsfliegenlarven. Dabei war erstaunlich, was die Kinder bereits an Wissen mitbrachten. Sie waren hellauf begeistert und fanden den Nachmittag einfach spannend und megacool. Und für Maximilian, Gorden oder Jeremias ist ab heute wohl der Berufswunsch sonnenklar – sie wollen Forscher werden.

In der anschließenden Runde vor dem Ökomobil saßen dann alle kleinen Forscher vor einem Bildschirm. Sie konnten noch einmal einen vergrößerten Blick auf ihre kleinen Schalen mit den gefangenen Tierchen und die roten, recht lebendigen Würmchen der Zuckmückenlarve werfen. Dazu gab es Erklärungen zu Art und Lebensweise. Dass alle Wasserschalen am Ende mit den Wassertierchen wieder vorsichtig in den Kriegbach gebracht wurden, war ja Ehrensache.

Das Team des Ökomobils und Hanspeter Rausch vom SPD-Ortsverein freuten sich, dass der Wissensdurst der kleinen Forscherinnen und Forscher gestillt werden konnte. Für die Ferienkinder war ganz klar, im nächstes Jahr muss der Ortsverein auf jeden Fall wieder zur Exkursion an den Kriegbach einladen.

Und nicht nur darüber freute sich das Team des Ökomobils, sondern auch über die vier Obstkörbe, die ihnen als Dankeschön für diesen erlebnisreichen Nachmittag überreicht wurden.

Freie Autorin

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