Anfragen - Hettwer stört sich an der ausufernden Plakatierung / Ballreich fordert Paketstation Zentrale Stellwände für Wahlwerbung

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aw
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Neulußheim. Ein Blick in die Ortsmitte zeigt es deutlich – es ist Wahlkampf. Jeden Baum, jeden Mast ziert mindestens ein Wahlplakat, seien es die Landtagskandidaten, die damit Werbung für ihre Person machen, seien es die Parteien, die gleiches für ihr Programm versuchen. „Man wird im Ort erschlagen“, stellte Renate Hettwer (SPD) bei den Anfragen im Gemeinderat fest und wollte wissen, ob es nicht möglich sei, Plakatwände wie in anderen Orten aufzustellen, die Plakate hierauf zu konzentrieren, statt sie über den ganzen Ort zu verteilen.

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Ihr Ratskollege Andreas Sturm (CDU), dessen Konterfei derzeit gleichfalls im Ortsbild allgegenwärtig ist, hatte gegen den Vorschlag von Hettwer keine Einwände, erinnerte sie allerdings daran, dass seine Fraktion solches schon vor Jahren gefordert, im Gemeinderat jedoch keine Mehrheit gefunden habe.

Plakatflut eindämmen

Dennoch, war er sich mit Hettwer gerade auch mit Blick auf die im Herbst anstehende Bundestagswahl, die dem Ort wohl noch mehr Werbung bescheren wird, einig, den Punkt nochmals im Rat aufzugreifen. Wie Bürgermeister Gunther Hoffmann hinzufügte, habe man sich in der Gemeinde immerhin schon auf zwei Standorte für großformatige Plakate geeinigt, sodass ansonsten das Ortsbild von diesen freigehalten werde.

Ein anderes Thema sprach Dr. Karl Ludwig Ballreich (FWV) an und es war gleichfalls kein unbekanntes in der Runde. Denn schon öfter hatte sich Ballreich danach erkundigt, ob es möglich sei, im Ort eine Paketstation zu installieren. In anderen Gemeinden sei dies möglich, nur in Neulußheim nicht, merkte er an und erwähnte den Paketdienst DHL, der momentan dabei sei, sein Netz auszubauen.

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In der Vergangenheit, so Hoffmann, sei er mit entsprechenden Anfragen „abgeblitzt“, man wolle erst die Mittelzentren, beispielsweise Hockenheim, abdecken, die für die Umlandgemeinde durchaus schnell zu erreichen seien. Allerdings, merkte Bürgermeister Hoffmann an, sei das Paketaufkommen in den vergangenen Wochen und Monaten auch Corona-bedingt stark angestiegen, vielleicht habe ja ein Umdenken eingesetzt, zeigte er sich bereit, erneut bei dem Paketlieferer anzufragen, ob es möglich sei, eine Station in der Gemeinde zu errichten. aw