Zweites Leben fürs Papier

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Renate Hettwer
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Kennen Sie den Spruch „Papier ist geduldig“? Auf jeden Fall ist Papier ja ziemlich teuer geworden. Da gilt es zu sparen. Aber wie? Zeitung abbestellen? Das geht gar nicht. Meine Gedanken gingen neulich zurück in die Kindheit. Da war das Geld knapp und es wurde gespart, wo es ging. Die Zeitung wurde nach dem Lesen in gleichgroße Stücke geschnitten und an den Haken ins WC gehängt. So hatte man bei längeren Sitzungen noch eine kleine Unterhaltung. Ein anderer Teil der ausgelesenen Zeitung wurde in nasse Schuhe gestopft oder die Kartoffelschalen wurden darin eingewickelt. Heute geht vieles mit wisch&weg und das Papier für die gewisse Örtlichkeit ist soft&sanft. Aber wo heute sparen?

Auf eines will ich natürlich nicht verzichten. Zum Frühstück gehört meine auf dem Tisch ausgebreitete Tageszeitung einfach dazu. Digital hin oder her. Ist zwar eine schöne Sache, bereits am Abend zuvor einen Blick in die aktuellen Nachrichten zu werfen. Aber ich persönlich genieße das Rascheln der Zeitung und sogar die Krümel, die man nach dem Lesen ausgeschüttelt, bevor die Nachbarin die Zeitung erhält.

Sie fragen, ob ich persönlich Papier spare? Ja. Kleiner Tipp: Die Papierbanderolen der Prospekte lassen sich gut in Stücke für Einkaufszettel schneiden und nach einem Probedruck am Drucker kann man das Papier wenden und die Rückseite bedrucken.

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