St. Kilian - Pfarrer Uwe Lüttinger benennt Gemeindeteam

19 Katholiken sind Pioniere einer neuen Zeit

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zg
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Oftersheim. Für den Berufungsgottesdienst des Gemeindeteams der katholischen Pfarrgemeinde St. Kilian war das Evangelium vom guten Hirten ein idealer Impuls, heißt es in einer Mitteilung von Lioba Mann. Pfarrer Uwe Lüttinger führte aus, dass jeder das Bild vom guten Hirten kenne, aber die Deutung sei heute nicht mehr so wie früher. „Nicht einer hat das Sagen und die Gemeinde folgt – zum Glück. Wir verstehen uns heute als Gemeinschaft, als ein Miteinander“, sagte der Geistliche.

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Es gebe nur einen guten Hirten, auf den wir alle blicken: Jesus. Gott wirft seinen Blick auf jeden Einzelnen von uns. Er erkennt, was in uns steckt. Heute würde man sagen: Potenzialanalyse. Es werde geschaut, was für Gaben und Fähigkeiten in einem jeden Einzelnen stecken. Oft entdecke man bei einem Menschen Fähigkeiten, die dieser selbst nicht wahrgenommen habe. Auch in den Lesungstexten stecke vieles, was uns an Potenzial zugesagt wurde.

So heißt es: „Dieser Jesus ist der Stein, der von Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist“ (Apostel 4, 11) oder in einer zweiten Lesung mit dem Text: „Allen, die ihn aufnahmen, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Johannes 10, 12).

16 Frauen und drei Männer

Ins Gemeindeteam berufen wurden: Christiane Baumann, Thorsten Drewel, Veronika Fleischhauer, Nicolas Frei, Diane Gulde, Gabriele Heid, Roswitha Kurz, Carmen Kurz-Ketterer, Eva Mähringer, Lioba Mann, Elena Matern, Marion Nowaczyk, Kata Peran, Daniela Selzer, Christa Stumm, Hans Peter Sturm, Alexandra Taysi, Margareta Topalovic und Monika Veit.

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Durch den Zusammenschluss von immer mehr Kirchengemeinden werden Menschen gesucht, die Kirche vor Ort gestalten und den Zusammenhalt in der Gemeinde fördern, heißt es in der Mitteilung von Lioba Mann weiter. Vor Ort sei dieses Team das Wichtigste. Die Mitglieder kennen die Menschen in ihrer Gemeinde, sie gestalten das Gemeindeleben mit. Aus der geistlichen Ebene und der Beziehung zu Jesus, dem guten Hirten, sollen sie diesen Dienst tun.

Übernahme von Verantwortung

Das Gemeindeteam soll nicht alles machen. Aber es übernimmt Verantwortung dafür, dass kirchliches Leben vor Ort lebendig bleibt und vertieft wird. Angesichts knapper Zeit und Ressourcen stellt sich im Engagement oft die Frage: Was sollen wir tun? Was sollen wir lassen? Gemeindeteams sind Pioniere einer neuen Zeit. Ihre Aufgaben sind: Gottesdienste feiern, den christlichen Glauben weitergeben, Stärkung der Gemeinschaft, Zuwendung zu Menschen, Koordinierende und repräsentative Aufgaben wahrnehmen. Es ist kein Gremium, das nur auf Feste schaut. Es blickt auf das, was sich bewährt hat und es ist bereit, Neues zu wagen. Dies hat sich schon in den vergangenen Monaten gezeigt.

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Uwe Lüttinger benannte im Gottesdienst die Mitglieder des Gemeindeteams mit Namen und übergab an jeden Einzelnen eine Kerze, die an der Osterkerze entzündet wurde. Die Kerze als Symbol des Lichtes, hineingetragen in die Gemeinde.

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Eine Anmerkung konnte sich der Pfarrer dann doch nicht verkneifen und sagte zu den Gottesdienstbesuchern: „Schauen Sie sich unser Gemeindeteam an, 16 Frauen und drei Männer, dies sollte man unbedingt Rom schicken!“

Das vom kleinen „DaCapo“-Chor vorgetragene Lied passte sehr gut zu diesem Tag: „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Jesus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.“ zg