Golfplatz Rheintal - Einweihung des Sechs-Loch-Kurzplatzes und des Trainingsgeländes spätestens im November / Arbeiten im Einklang mit Vorgaben des Naturschutzes Auf dem Grün wird schon das Einlochen geübt

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Anette Zietsch
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Dr. Gerd Wartmann aus Hockenheim trainiert am Mittwoch schon das Einlochen auf dem neuen Putting Green. Im Hintergrund steht das Gerüst für den Unterstand, das Ballsammelsystem, die Toiletten und die Videoanalysehalle. © Zietsch

Oftersheim. Der Rasen ist in einem hervorragenden Zustand. „Ja, darum würden uns viele Gartenbesitzer beneiden“, bemerkt General Manager Steven Pinter lachend. Rund 1600 Quadratmeter wurden dafür im vergangenen Spätherbst eingesät und jetzt präsentiert er sich in sattem Grün. Denn eigentlich hätte er jetzt auch schon genutzt werden sollen. Der Golfclub Rheintal erweitert seine Anlage um rund fünf Hektar rechts und links des Zufahrtsweges zum Golfplatz und im Frühjahr war die Eröffnung vorgesehen. Doch die verzögert sich um rund ein halbes Jahr.

Oftersheim Oftersheim: Erweiterung des Golfplatzes

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Wer schon mal gebaut oder Veränderungen auf seinem Grundstück vorgenommen hat, weiß es: Planungen müssen sein, aber es kann auch immer mal wieder etwas dazwischenkommen. Das passierte auch dem Golfclub. Noch sind deshalb die Bauarbeiten unterhalb des 18-Loch-Platzes in vollem Gange, sie neigen sich aber dem Ende zu.

„Die Fertigstellung war technisch vorher nicht möglich. Wir haben die Baufreigabe erst Anfang dieses Jahres bekommen, nachdem wir noch ein paar Anpassungen an unserem ursprünglichen Plan gemacht hatten“, erläutert Pinter. Er lobt aber gleichzeitig auch: „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde verläuft immer äußerst reibungslos, das funktioniert super.“

Drei Hektar große Abschlagsfläche

Voraussichtlich ab Oktober, spätestens ab November dürfen sich die Golfer dann über eine neue rund drei Hektar große Abschlagsfläche mit etwa 240 Metern Länge freuen, ein Übungsgelände, auf dem die Hobbysportler mit oder ohne Coach trainieren können. Dafür wurde das dahinter liegende Loch drei von 420 auf 385 Meter verkürzt. „Die Fläche liegt ein Stück weg von der Straße und wird zusätzlich mit einen sieben Meter hohen Zaun – so hoch, wie es der Bebauungsplan erlaubt – eingegrenzt“, erklärt der Manager beim Rundgang mit unserer Zeitung, dass Sicherheit eines der beherrschenden Themen beim Bau war. Zusätzlich werden an einem Teil des Zauns außen noch Sträucher und Büsche gepflanzt, „damit die Spaziergänger nicht direkt auf eine Umzäunung treffen, wenn sie aus dem Wald kommen“.

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Hinter dem Abschlag gibt es ein Ballsammelsystem, eine Toilette, ein Dachunterstand, wenn es mal regnen sollte, und eine Videoanalysehalle. Jedes der aneinandergrenzenden Gebäude bekommt ein begrüntes Dach.

Wenn man sich dann um 180 Grad umdreht und zehn Meter weitergeht, steht man auf einem Grün, an dem man das Einlochen üben kann. „Dieses zusätzliche Putting Green auf unserer Anlage haben wir anlegen lassen, damit es die Golfer bei ihren Trainingsstunden nicht so weit zum anderen beim Clubhaus oben haben“, erläutert Steven Pinter, „sonst geht zu viel Zeit verloren.“

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Und dann gibt es noch auf der anderen Straßenseite einen rund zwei Hektar großen Sechs-Loch-Kurzplatz, jede Bahn etwa 50 bis 100 Meter lang. „Wir sind gerade dabei, ein Konzept zu erarbeiten, ob und zu welchen Zeiten auch Interessierte ohne Platzreife dort spielen können“, erläutert er, denn nach wie vor arbeitet er daran, dass der Golf in Oftersheim nicht als elitärer Sport wahrgenommen wird. „Und dafür wollen wir künftig mehr als nur Schnupperstunden anbieten.“

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Der Golfplatz Rheintal liegt ja mitten im Naturschutzgebiet und muss dafür besondere Auflagen erfüllen. Er ist Teil von „Golf und Natur“, einem vom Deutschen Golfverband initiierten Managementsystem, das sowohl Qualitäts- als auch Umweltaspekte berücksichtigt. Vor wenigen Wochen wurde die Anlage mit Gold zertifiziert (wir berichteten).

Zauneidechsen und Fledermäuse

Zu Beginn der Bauarbeiten wurde bei den Erdaufschüttungen eine Zauneidechsen-Kolonie entdeckt, die sich dort angesiedelt hatte. „Gemeinsam mit der bauökologisch begleitenden Firma haben wir die Tiere gezielt vergrämt“, erläutert der Manager, also dazu gebracht, sich an anderer Stelle anzusiedeln. Dafür wurde ein sogenannter Ersatzhabitat geschaffen, ein neues Heim für die gefährdeten Reptilien. Gleiches gilt auch für die Fledermäuse in der Stieleiche, die im Zuge der Arbeiten gefällt werden musste. Auch sie haben jetzt eine neue Unterkunft gefunden – alles im Einklang mit den Vorschriften des Naturschutzes. Aber es lohnt sich, denn: „Die wunderschöne Lage unseres Golfplatzes hat sich ja mittlerweile als Alleinstellungsmerkmal für uns entwickelt“, sagt Steven Pinter stolz.

Info: Weitere Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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Redaktion Lokalredaktion, zuständig für Oftersheim und Eppelheim