Bachmayerhof - Fabian Frey plant Umstellung auf ökologische Landwirtschaft / Der Student der Agrarwissenschaft sucht noch Paten für sein Umweltprojekt Blühwiese soll auch Schutz für Feldlerchen sein

Von 
Volker Widdrat
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Oftersheim. Insekten brauchen dringend Blüten. Menschen können helfen, indem sie für ein kontinuierliches Blütenangebot sorgen. „Wir Landwirte haben eine große Verantwortung mit der Gestaltung unserer Flächen“, sagt Fabian Frey, der im nächsten Frühjahr eine Bienenwiese anlegen und sich damit für den Erhalt der Bienen einsetzen möchte.

Fabian Frey sieht sich in der Verantwortung für die Gestaltung seiner landwirtschaftlichen Flächen. Auf dem Areal im Hintergrund, direkt am Bachmayerhof, soll im nächsten Jahr eine Blühwiese entstehen. © Widdrat
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Das ausgesuchte Areal umfasst einen Hektar und kann bei Bedarf auf andere und größere Flächen ausgeweitet werden. Es liegt direkt beim Bachmayerhof, den der 23-jährige Student der Agrarwissenschaft an der Uni Hohenheim nach aktueller Planung demnächst biologisch bewirtschaften will. Er wolle mit der neuen Blühfläche für die Artenvielfalt und die Insekten aktiv werden, sagt Frey.

Zurzeit plant er die Umstellung auf eine ökologische Landwirtschaft auf allen seinen Feldern rund um Oftersheim. Die benötigten landwirtschaftlichen Geräte waren teilweise noch vorhanden und wurden aktuell entsprechend ergänzt. Für die Blühfläche direkt gegenüber dem Bachmayerhof sucht er noch Paten, gegen eine bestimmten Betrag wird eine Fläche von 100 Quadratmetern als Insektenwiese zur Verfügung gestellt.

Diese Fläche wird mit einer hochwertigen, standortspezifischen Mischung eingesät und bleibt über Winter stehen. Dadurch haben nicht nur den Bienen und Insekten entsprechende Blüten über den ganzen Sommer zur Verfügung, sondern durch die absterbenden und über den Winter stehenden Pflanzenreste auch entsprechende Überwinterungsmöglichkeiten.

Ein Jahr mit Verlängerungsoption

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Die Patenschaft dauert ein Jahr und kann beliebig verlängert werden. Mit der Patenschaft entstehe kein Miet- oder Pachtverhältnis und es werden keine vertraglichen Verpflichtungen eingegangen, erläutert Frey, der die Blühfläche mit einer regionalen Saatmischung für Südwestdeutschland einsäen möchte. Als Dankeschön werde er pro 2000 Quadratmeter Bienenweide auf einem weiteren Feld je 20 Quadratmeter große Lerchenfenster anlegen, verspricht der junge Landwirt.

Dabei wird ein Feld eingesät und pro Hektar mehrere Fenster freigelassen. So entstehen freie Parzellen, die bodenbrütende Vögel, speziell die Feldlerche als Vogel des Jahres, als Schutz nutzen können. Ihm sei auf den Feldwegen zwischen dem Bachmayerhof und seiner Heimatgemeinde aufgefallen, dass wieder vermehrt Fasane vorkommen. „Hoffentlich auch bald wieder Feldlerchen und Rebhühner“, möchte Frey mit diesen Lerchenfenstern „einen weiteren Schritt zum Schutz der Artenvielfalt und der Natur gehen“. Das „einzigartige Naherholungsgebiet“ liege ihm besonders am Herzen, hofft der 23-Jährige auf eine spannende Zeit.

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Info: Infos gibt’s unter E–Mail: bachmayerhof@gmail.com

Freie Autorenschaft Volker Widdrat ist freier Mitarbeiter.