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Entsorgung

Das passiert mit den Weihnachtsbäumen aus Oftersheim

Die Holzschnitzel werden im Biomasseheizkraftwerk in Sinsheim in elektrische Energie umgewandelt. Letzte Chance Tannen an die Ablageorte zu bringen

Von 
Janina Hardung
Lesedauer: 
Von Oftersheim nach Sinsheim: Die abgegebenen Christbäume werden auf dem Häckselplatz gesammelt und werden dann zum Biomasseheizkraftwerk gebracht. © Gemeinde

Oftersheim. Wer seine Tannenbäume noch abgeben möchte, hat bis Samstag, 15. Januar, die Möglichkeit an vier verschiedenen Orten in der Gemeinde.

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Normalerweise holt die Jugendfeuerwehr Oftersheim die Weihnachtsbäume ab, schreibt Ulrike Krause vom Umweltamt. „Das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 wollte man aber nicht eingehen. Normalerweise sind die Jugendlichen und ihre Betreuer nämlich den ganzen Tag unterwegs. Das hieße Masken tragen und ständig dabei in Bewegung sein. Die Arbeit ist anstrengend und kräfteraubend. Die einen sammeln die Weihnachtsbäume ein und heben die zum Teil schweren Bäume nach oben auf den Anhänger. Die anderen gehen von Haustür zu Haustür beziehungsweise Wohnungstür und kassieren das Geld. Dabei lassen sich Kontakte nicht vermeiden. Zum Schutz aller wurde in Oftersheim entschieden, die Christbäume dieses Jahr nicht abzuholen“, sagt sie.

Zunächst auf den Häckselplatz

Ablageplätze im Ortsgebiet

Die Bäume können noch bis Samstag, 15. Januar, an folgenden Plätzen deponiert werden:

Grünfläche Gemeindepark (zum Festplatz hin), Grünfläche an der Friedenslinde am Friedhof (Hardtwaldsiedlung), Grünfläche Goetheplatz, Grünfläche Lessingplatz.

Ebenso besteht die Möglichkeit der Entsorgung von Weihnachtsbäumen über die Biotonne. nina

Bei der Sondereröffnung am Häckselplatz haben Bürger etwa 60 Bäume abgegeben. Die Weihnachtsbäume, die der Bauhof im Laufe der Woche an den Ablageplätzen einsammelt, werden zunächst auf den Häckselplatz gebracht. Wie viele letztlich dort abgegeben wurden – diese Information will das Umweltamt am Anfang der Woche nachreichen.

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Und was passiert dann? „Mitte des Jahres werden diese zusammen mit dem bis dorthin angefallenem Rasen-, Hecken- und Strauchschnitt sowie Laub und Ästen von der AVR gehäckselt und zur Bioabfallvergärungsanlage der AVR BioTerra GmbH & Co. KG abgefahren“, erklärt Krause vom Umweltamt.

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Auf Nachfrage bei der AVR schreibt Stephan Grittmann zum weiteren Vorgehen: „Die Tannenbäume müssten im Wesentlichen bei unserer Schwestergesellschaft, der AVR Kommunal AöR, ankommen. Dort werden diese geschreddert und kommen als Holzhackschnitzel in das Biomasseheizkraftwerk der AVR Energie nach Sinsheim. Dort werden sie dann thermisch verwertet.“

In Sinsheim liefert das Biomasseheizkraftwerk Fernwärme an die angeschlossenen Sinsheimer Haushalte, das Kreiskrankenhaus und die Kreispflege, das Berufsschulzentrum, das Stift Sunnisheim, die Außenstelle des Landratsamtes und das Freibad, schreibt die AVR dazu auf ihrer Internetseite.

Auch weitere kommunale Liegenschaften werden nach Angaben des Entsorgungsunternehmens nach und nach an das Fernwärmenetz angeschlossen. Das Biomasseheizkraftwerk zur energetischen Verwertung von Holzbrennstoffen ist mit zwei Kessellinien mit je sechs Megawatt thermischer Leistung gebaut.

Der Holzhackschnitzelkessel wird im Kraft-Wärme-Kopplungsbetrieb gefahren. Die thermische Energie wird in einem ORC-Modul (Organic Rankine Cycle) in elektrische Energie umgewandelt und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ins öffentliche Netz eingespeist. Mit der Abwärme können rund 90 Prozent des Sinsheimer Fernwärmenetzes betrieben werden. Der Holzhackschnitzelkessel leistet rund sechs Megawatt thermisch und das ORC-Modul 1,3 Megawatt elektrisch. Der Pelletkessel hat ebenfalls eine Leistung von sechs Megawatt und ist damit derzeit Europas größter Kessel in Bezug auf Leistung und Größe, schreibt die AVR zum Hintergrund.

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Redaktion Redakteurin Print und Online - zuständig für Oftersheim.

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