Gemeinderat - Pacht für das Wildgehege mit der Staatsforstverwaltung wird um fünf Jahre verlängert / Auch der Förderkreis darf mit seiner Arbeit weitermachen / Nur Lob für das große Engagement Echt spitze, was der Verein aufgebaut hat

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Anette Zietsch
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Die Gründungsmitglieder des Förderkreises freuen sich am 18. Mai 2010 über die Zustimmung durch die Gemeinde: Gabi Jokisch (v. l.), Tillmann Hettinger, Ulrike Krause, Julia Hotz, Cornelia Rösch, Eva Jokisch, Judith Lackner, Eva Mähringer, Ina Abbe, Conny Patzschke und Christian Zimmermann. Fast auf den Tag genau zehn Jahre später – am 19. Mai 2020 – verlängert die Gemeinde die Vereinbarung mit dem Verein über die Betreuung der Gehege und lobt die engagierte Arbeit der Mitglieder. © Lackner

Oftersheim. Die Wildgehege im Heuweg sind ein fester Bestandteil des Oftersheimer Waldes und ein Aushängeschild der Gemeinde. Die putzigen Frischlinge und Bambis sowie die ausgewachsenen Tiere in den Gehegen entzücken immer wieder die großen und die kleinen Besucher. Und der Zulauf zu den Festen des Förderkreises – ganz gleich, bei welchem Wetter – bestätigen den Zuspruch zur Arbeit des rührigen Vereins, dessen Mitglieder sich seit fast genau zehn Jahren (wir berichteten über das Jubiläum) für das Wohlergehen der Vierbeiner und die Pflege der Gehege einsetzen.

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Ralf Lackner
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Auch die Gemeinderäte sind voll des Lobes für das leidenschaftliche Engagement, denn einstimmig fiel der Beschluss, zum einen die am 31. Dezember dieses Jahres auslaufende Vereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Förderkreis Wildgehege über die Betreuung der Tiere und der Einrichtung bis zum 31. Dezember 2025 zu verlängern. Auch der Pachtvertrag mit der Staatsforstverwaltung, vertreten durch den „Forst BW“, läuft fünf Jahre weiter.

Bürgermeister Jens Geiß nutzte diesen Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung für „einen ganz herzlichen Dank für die tolle Arbeit, die der Förderkreis seit zehn Jahren leistet. Die Wildgehege sind ein Kleinod und Bereicherung für Oftersheim. Wir haben nicht zuletzt in den vergangenen Wochen erlebt, wie hoch der Naherholungswert ist und wie viele Menschen dieses Ausflugsziel ansteuern.“

Nebenbei bemerkt: Die Gemeinderatsentscheidung fiel am Dienstag, 19. Mai – fast auf den Tag genau zehn Jahre nach der „Erstgenehmigung“ am 18. Mai 2010.

„Das Ding läuft“

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Für Michael Seidling (Freie Wähler) war die Zustimmung zur Beschlussvorlage „so selbstredend, dass wir auf eine ausführliche Stellungnahme verzichten. Er richtete den Dank der Fraktion an alle, die sich für den Erhalt und den Fortbestand der Wildgehege einsetzen. Auch Peter Pristl (FDP) machte es kurz: „Das Ding läuft.“ Das Einverständnis sei selbstverständlich.

Tillmann Hettinger (CDU) ging zurück zu den Anfängen und gab einen kurzen Rückblick auf die vergangen zehn Jahre, in denen der Förderkreis nun schon existiert, den er „zusammenfassend als eine Erfolgsgeschichte“ bezeichnete. „Es bleibt zu hoffen, dass die Einnahmenverluste aufgrund der coronabedingt ausgefallenen Veranstaltungen durch Spenden ausgeglichen werden können.“ Auch für Patrick Schönenberg (Grüne) war die Zustimmung zur Verlängerung der Vereinbarung und der Pacht überhaupt keine Frage. „Ein großes Lob an den Förderkreis. Wenn man bei den Festen die Kinder und die Erwachsenen sieht, kann man nur sagen: Echt spitze, was da aufgebaut wurde.“

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Für Jens Rüttinger (SPD) war es „eine große Freude zu sehen, wie sich die Wildgehege entwickelt haben. Mit großem persönlichem Einsatz haben sich die Mitglieder des Förderkreises um diese naturnahe Anlage bemüht. Sie ist heute ein Aushängeschild und eine Erfolgsgeschichte unserer Gemeinde. Viele Familien kommen zum Schwarz- und zum Rotwildgehege und wollen zu jeder Jahreszeit die Tiere beobachten. Für das vielfältige Engagement sagen wir den Mitgliedern, den Spendern, den Helfern und ganz besonders dem Vorstandsteam herzlichen Dank. Deshalb ist die Zustimmung zu dem Tagesordnungspunkt für uns reine Formsache.“

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Die Vorsitzende des Förderkreises, Ulrike Krause, die ebenso wie ihre Stellvertreterin Gerlinde Welter und weitere Mitglieder des Vereins unter den Zuschauern waren, freute sich über diese positive Resonanz. Sie nutzte die Gelegenheit, sich später in der Sitzung, als sich die Besucher zu Wort melden konnten, für das Vertrauen im Namen ihrer Mitstreiter bei der Verwaltung und den Räten zu bedanken. „Auch wir haben Corona gespürt“, erklärte sie, dass aufgrund der Versorgungsengpässe auch ein Notfallplan für die Tiere habe erstellt werden müssen.

Info: Bilder vom Wildgehege unter www.schwetzinger-zeitung.de

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Redaktion Lokalredaktion, zuständig für Oftersheim und Eppelheim