AdUnit Billboard
Evangelische Kirche

Evangelische Kirche gedenkt Verstorbener der Corona-Krise

Von 
zg
Lesedauer: 
Franz Schubert in der Christuskirche: Die „Unvollendete Sinfonie“ spielen die Musiker Evi Barsch (v. l.), Martin Bärenz und Dan Fahlbusch. © Habicht

Oftersheim. „Gott schenkt uns das Leben, in seine Hände geben wir es zurück. Gott wird vollenden, was unvollendet bleibt. Er wird die losen Fäden verknüpfen und die Tränen abwischen. Er nimmt alles barmherzig in seine Hände.“ So begann Pfarrer Tobias Habicht den Gottesdienst zum Gedenken an die Verstorbenen der Kirchengemeinde während der vergangenen Monate der Pandemie.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Alles hat seine Zeit, jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. So wie das Geborenwerden seine Zeit hat, hat auch das Lachen seine Zeit und das Weinen seine Zeit. Ein alter Text aus der Bibel (Prediger 3) erinnert an das Werden und Vergehen, an die Wechsel in unserem Erleben der Zeit, sagt er. Auch eine Pandemie hat nach wie vor ihre Zeit, die vielen Menschen viel abverlangt. Von Anfang Dezember bis Mitte Mai wurden die kirchlichen Gottesdienste und Veranstaltungen größtenteils ausgesetzt, auch in den Wochen danach hat kein Gedenken an die Verstorbenen in der Christuskirche stattgefunden.

Um noch einmal alle Namen der Bestatteten zu nennen und für jeden und jede eine Kerze zu entzünden, hat die Kirchengemeinde die Angehörigen der 31 in diesen Monaten Verstorbenen und Bestatteten eingeladen und auch die ortsansässigen Bestatter gebeten, wieder einen Gottesdienst zum Verstorbenengedenken mitzugestalten.

Alle Namen verlesen

Wunderbar anrührende Musik, die „Unvollendete Sinfonie“ von Franz Schubert in einer Fassung für drei Violoncelli, gespielt von Evi Barsch, Martin Bärenz und Dan Fahlbusch, und die von den Bestattern Peter Straub, Erich Gaa und Alexander Klein szenisch gelesenen alten Worte aus der Bibel, nach denen alles seine Zeit hat (Prediger 3), vermochten es ebenso wie das Verlesen aller Namen der Verstorbenen und die Kerzen, die von Alexander Klein für jede Person entzündet wurden, zu Tränen zu rühren und den Schmerz wohltuend aufzunehmen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Dass das Leben mit seinem Wechsel von Werden und Vergehen in Gottes Ewigkeit und Liebe umfangen und gehalten wird, sprach Pfarrer Tobias Habicht mitsamt den Bestattern den Trauernden zu. Alles hat seine Zeit – in diesen Zeiten der Pandemie eine wohltuende und tröstende Botschaft. zg

Mehr zum Thema

Evangelische Kirche

Nach 16 Monaten: Erste Taufe in Oftersheim

Veröffentlicht
Von
zg
Mehr erfahren
Evangelische Gemeinde

Erster Präsenzgottesdienst in der Christuskirche Oftersheim seit November

Veröffentlicht
Von
Maria Herlo
Mehr erfahren
Evangelische Kirche

Oftersheimer Pfarrerin Sibylle Rolf in Gottesdienst verabschiedet

Veröffentlicht
Von
Maria Herlo
Mehr erfahren
Hinter den Kulissen

Aus Raum für Gottesdienste wird Drehort

Veröffentlicht
Von
Anette Zietsch
Mehr erfahren

Thema : Coronavirus Schwetzingen

  • Oftersheim Schulen und Kitas in Oftersheim erhalten Filteranlagen

    Es war die letzte Sitzung vor der Sommerpause: Ein Antrag der Grünen sorgte dabei für lange Diskussionen. Die Höhe des Zuschusses bleibt noch unklar, was die Entscheidungsfindung schwierig machte.

    Mehr erfahren
  • Hockenheim Das Wohl der Tiere steht bei „Romania’s Furrytales“ im Fokus

    Der Verein aus Hockenheim vermittelt Hunde und Katzen aus Rumänien. Durch die Corona-Pandemie mussten Besuche in dem Land abgesagt werden und auch die Tiertransporte zum Teil ruhen.

    Mehr erfahren
  • Steigende Inzidenzen Ab Montag strengere Corona-Regeln im Rhein-Neckar-Kreis

    Diskotheken zu, Rauchverbot in Shisha-Bars, Treffen mit maximal 15 Personen, höhere Obergrenzen bei Veranstaltungen - im Rhein-Neckar-Kreis und in Mannheim gelten ab Montag strengere Corona-Regeln.

    Mehr erfahren
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1