Evangelische Kirchengemeinde - Gelassenheit und Ruhe finden / Weiterhin keine Präsenz-Gottesdienste Guter Schlaf – ein lieblich Ding

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Gastbeitrag von Pfarrer Tobias Habicht
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Oftersheim. „Es gibt kein sanfteres noch lieblicheres Ding auf Erden als einen süßen Schlaf.“ Nein, das steht nicht in einer Werbeanzeige für Beruhigungspillen oder Schlaftabletten. Das hat Martin Luther gesagt.

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Der Mann hat recht! Das wissen alle von uns, die ab und zu schlaflose Nächte haben. Die Gründe für Schlafstörungen können ja vielfältig sein. Die häufigsten sind zu viel Stress oder zu viele Sorgen. Dann kommen Herz und Hirn nicht zur Ruhe. All die Aufgaben, die noch nicht erledigt sind, die Sorgen und Ängste vor der Zukunft beschäftigen einen in der Nacht weiter. Manchmal wirken sie im Dunkeln noch größer und bedrohlicher als am Tag und dann kann man nicht schlafen.

Auch Luther wusste es

Martin Luther kannte das anscheinend auch. Wahrscheinlich hat deshalb einmal gesagt: „Es gibt kein lieblicheres Ding auf Erden als einen süßen Schlaf.“

Luthers Leben war ja nicht gerade ruhig und beschaulich. Als Mönch hatte er Angst, dass Gott auf ihn zornig sein könnte. Später hat man versucht, ihn gefangen zu nehmen, um ihm den Ketzerprozess zu machen. Luther wusste, dass er vielleicht auf dem Scheiterhaufen landet. Keine schönen Zukunftsaussichten. Luther hatte viele Gründe, sich Sorgen zu machen.

Vermutlich Gottvertrauen

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Dennoch lobt er den süßen Schlaf. Wieso konnte er trotz allem gut schlafen? Ich vermute, das war sein Gottvertrauen, was ihn dennoch schlafen ließ. Luther glaubte einfach fest daran, dass sein Leben in Gottes Hand liegt. Gott weiß doch ganz genau, was uns fehlt, was wir brauchen und mit welchen Problemen wir uns rumschlagen. Luther hat darauf vertraut, dass Gott ihn auf einen guten Weg geführt hat und das auch weiter tun wird.

Und ich? Ich kann manchmal nachts auch nicht schlafen. Dann mache ich mir Sorgen, wie es mit den Kindern weitergeht oder mit der Gesundheit. Oder mich beschäftigt das Leid eines Menschen, der mir nahesteht. Oder bei meiner Arbeit gibt es ein Problem, für das ich noch keine Lösung habe. Dann will ich daran denken, dass das alles in Gottes Händen liegt. Ich meine ja immer, ich müsste alle Probleme und Sorgen aus eigener Kraft lösen. Aber das kann ich nicht. Doch Gott kann. Wenn ich also vor Sorgen nicht schlafen kann, bete ich. Und meistens finde ich dann mehr Gelassenheit und Ruhe.

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Bis einschließlich zum 28. Februar sind unsere Gottesdienste in Präsenz ausgesetzt. Wir wünschen uns sehr, dass wir danach wieder Gottesdienste in Kirche oder im Gemeindehaus feiern dürfen, natürlich mit dem entsprechenden Hygienekonzept. Wir werden die Entwicklung der Infektionszahlen abwarten und dann entscheiden und es Sie wissen lassen.

Auf Facebook und Youtube

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Bis dahin sind unsere Gottesdienste auf der Website, auf unserem Facebook-Kanal und bei Youtube unter „Evangelisch in Oftersheim“ anzusehen. Die regionale Predigtreihe „Hand und Fuß – biblische Körperwelt“ wird fortgesetzt. Am Sonntag war Pfarrer Marcel Demal dran, am kommenden Sonntag ist Pfarrerin Sibylle Rolf an der Reihe (wir berichteten bereits über die Aufnahmen).

Info: Weitere Informationen über Veranstaltungen gibt’s unter www.ekioftersheim.de oder auf Youtube.