Josefshaus

Kindergartenchor Oftersheim beim Seniorennachmittag: Herzen im Sturm erobert

„Die Jahresuhr steht niemals still“ und Liederbeiträge des Kindergartenchors mit glockenreinen Stimmen bereiten den Gästen beim Seniorentreff eine ganz große Freude

Von 
Maria Herlo
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Alt und Jung im Josefshaus: Die Racker vom katholischen Kindergarten St. Kilian zeigen ihr sängerisches Können und verzücken damit die Stammklientel des Seniorentreffs am Nachmittag. © Maria Herlo

Oftersheim. . „Januar, Februar, März, April / Die Jahresuhr steht niemals still …“, sangen die Kinder des katholischen Kindergartens am Mittwochnachmittag beim Seniorentreff im Josefshaus. Und damit haben sie genau an das erinnert, woran die meisten Menschen am Anfang eines neuen Jahres denken: Wie schnell die Zeit vergeht! „Und dann und dann / Fängt alles von vorne an …“ Wird die Vergänglichkeit jedoch so schön besungen, mit so berührend glockenreinen Stimmen, braucht sie niemand zu fürchten. Mit Liedern wie „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, „Dornröschen war ein schönes Kind“ oder „Wir singen alle Hallelujah“ vermochten sie die Seniorinnen über die vergangene Jugendzeit hinwegtrösten.

Denn wo man nur hinschaute, sah man in fröhliche Gesichter. Auch sonst haben insbesondere Frauen viel Freude an diesem Angebot der katholischen Kirche. Maria Gramlich vom Leitungsteam hieß zunächst alle zum ersten Treffen im neuen Jahr willkommen. Sie dankte den Kindern und den Erzieherinnen, dass sie der Einladung gefolgt sind, mit ihren Liedern die Stimmung beim traditionellen Seniorentreff aufzuheitern. Und weil einige der anwesenden Seniorinnen vor kurzem Geburtstag hatten, bat sie den Chor, noch einmal „Gottes Liebe ist so wunderbar groß“ für die Geburtstagskinder darzubieten. Damit eroberten die Kleinen endgültig die Herzen der Zuhörerinnen. Für den Auftritt bedankten sie sich mit viel Applaus und Maria Gramlich mit einem kleinen Präsent.

Kindergartenchor Oftersheim beim Seniorennachmittag: Wendepunkte des Lebens

Nachdem sie ihrer Freude für den Besuch des Chors sowie der zahlreichen Gäste des Seniorennachmittags Ausdruck verlieh, eröffnete sie den Nachmittag mit einigen persönlichen Gedanken, die gut zum Thema Vergänglichkeit und Jahresanfang passten. „In unserem Leben gibt es Zeiten“, begann sie, „da spüren wir mehr als sonst, wie die Zeit vergeht, manchmal haben wir regelrecht den Eindruck, sie läuft uns einfach davon.“

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An Wendepunkten des Lebens wird erfahrbar, wie Gegenwart Vergangenheit wird. „Der Jahreswechsel ist ein solcher Wendepunkt“, so Gramlich, „jeder von uns hat wieder ein Jahr mehr hinter sich, ein Abschnitt unseres Lebens – Wochen, Tage, Stunden – sind unwiederbringlich vorbei.“ Und sie vergleicht das Leben mit einem Fluss, wo niemand zwei Mal in dasselbe Wasser steigen kann. „Wir können uns zwar an dieses oder jenes Ereignis im vergangenen Jahr erinnern, aber kein Augenblick, keine Minute und keine Stunde kehrt ein zweites Mal wieder.“ Gramlich weist darauf hin, dass der Jahreswechsel „uns bewusst machen kann, wie begrenzt unsere Zeit ist. Nicht nur unsere persönliche Lebenszeit, sondern auch die Zeit überhaupt. Noch ist das neue Jahr wie ein Buch mit leeren Seiten vor uns, füllen wir sie sinnvoll aus“, so ihre Einladung, 2023 das große Ganze im Blick zu behalten.

Eben das ist es, was den Seniorennachmittag jeden dritten Mittwoch im Monat ausmacht: Es ist nicht nur der freundliche Raum im Josefshaus, die liebevoll dekorierten Tische und der selbst gebackene Kuchen, sondern der Gedankenaustausch, einem Vortrag lauschen, die netten Begegnungen, gemeinsam singen und die Jubilare hochleben lassen. „Schon seit vielen Jahren ist er ein offener Treffpunkt für ältere Menschen aus Oftersheim und den Nachbargemeinden. Egal, ob Alleinstehende oder Familien, ob Mann oder Frau, bei uns sind alle willkommen“, betonte Gramlich gegenüber unserer Zeitung. Die Organisation dieser Treffen macht der ehemaligen katholischen Gemeindereferentin heute noch viel Freude. „Unterstützt werde ich dabei von einem sehr engagierten, ehrenamtlichen Helferteam, dem Waltraud Scherer, Angelika Müller, Margarete Beblavy, Sigrid Ulutas, Gertrud Epp, Hella Bergner, Irmgard Thiele, Christa Rösch angehören“, das ist Maria Gramlich wichtig zu erwähnen. Denn sie sind es, die immer alles so schön herrichten, die Gäste mit Kaffee und Kuchen versorgen, später dann alles aufräumen.

Gramlich und Scherer informierten, worauf sich die Besucher in den nächsten Monaten freuen dürfen: „Im Februar veranstalten wir einen Bingo-Nachmittag, im März sind wir dann zum Frühlingsfest der KFD eingeladen und im April wird es einen Vortrag über Südtirol geben, bei dem sich der Referent am Akkordeon begleitet. Zu diesen Veranstaltungen laden wir schon jetzt herzlich ein.“ Das genaue Programm wird zeitnah in der Presse angekündigt.

Info: Der Seniorentreff findet an jedem dritten Mittwoch im Monat um 14.30 Uhr im Josefshaus statt.

Freie Autorin

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